Stellen Sie sich vor: Sie verlieren jede Woche Ihre Schlüssel, und deshalb haben Sie Galaxy SmartTag 2 gekauft – ein kleines Rechteck mit einem Loch, an das Sie einen Schlüsselanhänger bequem befestigen können. Das nächste Modell wird Ihnen diese Bequemlichkeit offenbar nehmen. Das Gerät mit der Modellnummer EI-T5900 erhielt am 21. August die Radiozertifizierung in Südkorea, was auf die baldige Markteinführung des SmartTag 3 hindeutet – und dem Bericht von Pinpoint News zufolge wird der neue Tracker ein völlig anderes Design haben.
Ein runder Knopf statt eines praktischen Lochs
Samsung verabschiedet sich von der langgestreckten Form des SmartTag 2 zugunsten eines kompakten Gehäuses mit abgerundeten Kanten und einem großen runden Knopf in der Mitte. Das wirkt moderner, hat aber einen Haken: Das neue Gerät wird Berichten zufolge die eingebaute Halterung für Schlüssel verlieren. Um den Tracker an einer Tasche, einem Fahrrad oder einer Geldbörse zu befestigen, braucht man eine separate Tasche, einen Riemen oder einen Halter – also einen zusätzlichen Kauf direkt nach dem Hauptprodukt.
Diese Entscheidung wirkt seltsam angesichts der Tatsache, dass Apple mit der zweiten Generation der AirTags auf Praktikabilität setzte – besserer Sound und größere Reichweite, nicht auf ein Redesign um des Redesigns willen. Google ging einen ganz anderen Weg: Pixel Tag kam direkt mit UWB und einer Akkulaufzeit von bis zu einem Jahr, ohne überflüssige Experimente mit der Form.
Was unverändert bleibt
Die technische Ausstattung des SmartTag 3 wird allem Anschein nach erhalten bleiben: Bluetooth Low Energy, Ultra-Wideband für präzise Suche und Integration in Samsungs Find-Netzwerk, das über Millionen von Galaxy-Geräten weltweit funktioniert. Das ist Samsungs Hauptwettbewerbsvorteil – die Größe des Netzwerks, nicht die Form der Box.
Die Frage ist nicht, ob SmartTag 3 Ihre Schlüssel findet – sondern ob Sie bereit sind, für ein zusätzliches Zubehör zu bezahlen, um sie daran zu befestigen.
Die Präsentation wird im September oder Oktober erwartet. Wenn Samsung die Halterung wirklich entfernt, ohne im Lieferumfang eine angemessene Alternative anzubieten, könnte dies ein Beispiel dafür sein, wie eine Designentscheidung die Funktionalität eines Produkts untergräbt, das gerade im Bereich „einfach anbringen und vergessen" konkurriert.