Inbetriebnahme von 9 MW — kurz zur Sache
Der erste Vizepremier und Energieminister Денис Шмигаль kündigte die für heute geplante Inbetriebnahme zusätzlicher 9 MW in Kiew an. Die Information veröffentlichte УНН nach einer Sitzung des Stabs zur Beseitigung der Folgen des Ausnahmezustands im Energiesektor. Dies ist Teil der operativen Maßnahmen zur Wiederherstellung nach massiven Raketenangriffen.
“Die Lage der Stromversorgung bleibt schwierig. Die Energieversorger setzen die Wiederherstellung der Anlagen fort, die in der Nacht zum 7. Februar von Russland getroffen wurden. Die Schäden sind erheblich. Wir arbeiten an umfassenden Lösungen, insbesondere an der Inbetriebnahme zusätzlicher Erzeugungskapazitäten. Die Arbeiten schreiten gemäß den festgelegten Zeitplänen voran. Insbesondere erwarten wir heute die Inbetriebnahme zusätzlicher 9 MW Leistung in Kiew.”
— Денис Шмигаль, Erster Vizepremier — Energieminister
Warum 9 MW wichtig sind
9 MW im Maßstab der Hauptstadt sind keine „magische“ Zahl, aber sie stellen einen operativen Puffer dar. Für die Einwohner bedeutet das ein geringeres Risiko lokaler Notabschaltungen in kritischen Einrichtungen (Krankenhäuser, Wasserversorgungssysteme, Heizstationen), und für die Betreiber — zusätzliche Zeit für Reparaturen und das Netzbalancieren. Energieexperten weisen darauf hin, dass gerade solche „kleinen“ Leistungszuwächse in Krisenzeiten helfen, Lastspitzen zu bewältigen und kaskadenartige Abschaltungen zu vermeiden.
Außerdem berichtete Шмигаль von einem rekordhohen täglichen Umfang des Stromimports, der ebenfalls geholfen hat, das System nach den Angriffen zu stabilisieren. Import zusammen mit mobiler Ausrüstung und Reparaturen — das ist das Dreieck, das das Netz derzeit stützt.
“Gemeinsam mit dem Мінірозвитку setzen wir die Arbeit an der Beschaffung von Ausrüstung durch Partner und deren Verteilung aus unseren Hubs fort. Insgesamt haben wir seit Beginn der Invasion 27.000 Tonnen humanitärer Hilfe erhalten. Davon sind bereits 25.100 Tonnen in die Regionen verteilt.”
— Денис Шмигаль, Erster Vizepremier — Energieminister
Was bereits geliefert wurde und was zu erwarten ist
In den letzten zwei Wochen sind 17 Lieferungen aus 11 Partnerländern bei den Hubs des Energieministeriums eingetroffen. In die Regionen wurden bereits 774 Generatoren und 40 blockmodulare Kesselhäuser, KWK‑Anlagen und Kessel ausgeliefert. In den kommenden Wochen werden zusätzliche Lieferungen erwartet: etwa 798 Generatoren, 117 Transformatoren und 120 Kessel und KWK‑Anlagen. Das bedeutet eine Stärkung der Reserven und die Möglichkeit einer schnelleren Wiederherstellung verwundbarer Gebiete.
Wie es weitergeht — Prognose
Kurzfristig verschaffen die Inbetriebnahme von 9 MW und der Rekordimport einen wichtigen Vorteil: die Verringerung der Wahrscheinlichkeit massiver Abschaltungen in den nächsten Tagen. Mittel‑ und langfristig bleibt ein systematischer Ansatz entscheidend — schnelle Reparatur beschädigter Umspannwerke, stabile Lieferketten für Ausrüstung von Partnern und eine effiziente Verteilungslogistik. Analysten sind sich einig: Solange die Mobilisierung von Technik und Ressourcen andauert, sind die Chancen größer, ernsthafte Störungen zu vermeiden, doch die vollständige Wiederherstellung wird Zeit und weitere internationale Lieferzusagen erfordern.
Abschlussfrage: Reichen die derzeitige Geschwindigkeit der Lieferungen und Reparaturen aus, um das Netz durch die nächsten Lastspitzen zu bringen? Die Antwort hängt von den kommenden Lieferungen und der Effizienz ihrer Verteilung in den Regionen ab.
Quelle: Stellungnahme von Денис Шмигаль, УНН; Kommentare von Analysten des Energiesektors.