Kiew lehnt „Dmitrijews Paket“ ab: Außenministerium bezeichnet mögliche Anerkennung der Krim und des Donbass als rechtlich nichtig

Minister Sibiga sagte gegenüber Reuters unmissverständlich: Die Ukraine wird Abkommen über den Status besetzter Gebiete, die ohne ihre Beteiligung geschlossen wurden, nicht unterstützen. Warum das für die Souveränität, für Verhandlungen mit den USA und für das Völkerrecht von Bedeutung ist — kurz und prägnant.

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Position der Ukraine

Nach Angaben von Reuters (6. Februar) erklärte Außenminister Андрій Сибіга unmissverständlich: Die Ukraine wird ihre vorübergehend besetzten Gebiete nicht als russisch anerkennen und keine Abkommen unterstützen, die ihren Status ohne Beteiligung Kiews regeln. Diese Haltung ist nicht nur politisch, sondern auch juristisch — Sибіга bezeichnete solche Entscheidungen als "rechtlich nichtig".

"Wir werden das niemals anerkennen. Und das wäre ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Es geht nicht um die Ukraine. Es geht um Prinzipien."

— Андрій Сибіга, Außenminister der Ukraine

Was ist das „Dmitrijew-Paket“ und warum wird darüber gesprochen

Präsident Володимир Зеленський hatte zuvor gesagt, Moskau habe Washington angeblich ein Wirtschaftsabkommen über 12 Billionen US-Dollar angeboten, das vom russischen Sondergesandten Кирило Дмитрієв vorgelegt worden sei. Der Begriff „Dmitrijew-Paket“ wird in den Medien als Etikett für solche Vorschläge verwendet — eine Mischung aus wirtschaftlichen Anreizen und politischen Zugeständnissen, die den Status von Gebieten betreffen könnten.

"Moskau bot Washington ein Wirtschaftsabkommen über 12 Billionen US-Dollar an..."

— Володимир Зеленський, Präsident der Ukraine

Warum das wichtig ist: juristische und sicherheitspolitische Folgen

Wenn Drittstaaten Russlands Souveränität über Teile ukrainischen Territoriums ohne Beteiligung der Ukraine anerkennen würden, schüfe das einen Präzedenzfall, der grundlegende Normen des Völkerrechts verletzen würde (insbesondere das Prinzip der Unverletzlichkeit der Grenzen und das Verbot, Territorium gewaltsam zu erwerben). Für die Ukraine geht es dabei nicht nur um Land — es geht um Sicherheit und internationale Stabilität.

Völkerrechtler und westliche Partner weisen darauf hin: Jegliche Versuche, Grenzänderungen im Nachhinein zu legitimieren, würden das Vertrauen in Sicherheitsgarantien untergraben und weitere Aggressionen eher fördern als den Konflikt lösen.

Was das für die Verhandlungen zwischen den USA und Russland bedeutet

Falls Washington tatsächlich wirtschaftliche Angebote aus Moskau erhalten hat, stellt dies die USA vor die Entscheidung, zwischen geoökonomischen Interessen und den Prinzipien des Völkerrechts abzuwägen. Kiew hat klargestellt — jegliche Vereinbarungen, die die Souveränität der Ukraine berühren, können nicht ohne ukrainische Beteiligung getroffen werden. Das erhöht den diplomatischen Druck auf Partner, ihre Schritte mit Kiew abzustimmen.

Zusammenfassung und Ausblick

Die Position des Außenministeriums ist klar und vorhersagbar: ohne die Ukraine wird es keine rechtlich abgesicherten Kompromisse über ihr Territorium geben. Auf der Agenda steht nun die Forderung an Partner, öffentliche Garantien abzugeben, dass keine Verhandlungen über den Status ohne Beteiligung Kiews stattfinden, sowie eine verstärkte Koordinierung zwischen der Ukraine und ihren westlichen Verbündeten. Ob es gelingt, politische Erklärungen in völkerrechtliche Mechanismen zu überführen, hängt davon ab, ob die Partner bereit sind, Prinzipien und nicht nur kurzfristige Interessen zu verteidigen.

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