Der Leiter der Kiewer Oblastverwaltung Mykola Kalashnyk berichtete über den kritischen Zustand des Energiesystems der Region nach einer Serie von Angriffen auf die Wärmeinfrastruktur. Dies sind keine Einzelschäden: Durch gezielte Schläge wird das Stromdefizit in den kommenden Tagen akut bleiben, und jeder Haushalt, jedes Krankenhaus und jeder kommunale Dienst spürt bereits die Folgen.
Um lebenswichtige Dienste zu sichern, stellt die Region zentrale Einrichtungen — Krankenhäuser, Heizzentralen, Wasserwerke — auf Notstrom um: Generatoren und Solaranlagen laufen rund um die Uhr. Die Behörden haben eine Reihe praktischer Beschränkungen eingeführt: Reduzierung der Straßenbeleuchtung, Abschaltung von Werbetafeln, Einschränkung des Betriebs von Aufzügen in Mehrfamilienhäusern. Ukrenergo hat bereits Zeitpläne für Strombegrenzungen angekündigt — ein direktes Instrument, mit dem kritische Bedarfe priorisiert werden können.
Als Reaktion auf die Ausfälle sind offen und zugänglich 530 «Punkte der Unbeugsamkeit» eingerichtet, und die Regeln der Ausgangssperre wurden gelockert, damit Menschen leichter die Stellen erreichen können, die Licht, Wärme und Kommunikation bereitstellen.
Tragödie bei der Beseitigung der Folgen des Angriffs
Beim Räumen der Trümmer nach dem nächtlichen Beschuss von Logistiklagern in Yahotyn kam es zu einem Einsturz von Baukonstruktionen. Bei dem Zwischenfall kam ein Mitglied der Rettungskräfte ums Leben, zwei weitere Kollegen wurden verletzt — einer wurde ins Krankenhaus gebracht, dem anderen wurde vor Ort geholfen. Das ist eine Erinnerung daran, dass die Arbeit an der Wiederherstellung der Infrastruktur oft mit hohen Risiken für diejenigen verbunden ist, die als Erste an der Wiederherstellungslinie stehen.
"Hauptmeister-Sergeant des Zivilschutzdienstes Mychajlo Protsenko arbeitete seit der Nacht am Ort des feindlichen Angriffs. Bei der Beseitigung der Folgen des Angriffs kam es zum Einsturz von Baukonstruktionen — der Mann erlitt tödliche Verletzungen."
— Innenministerium der Ukraine
Die Behörden drückten der Familie des Getöteten ihr Beileid aus und versprachen, den Verletzten umfassende Unterstützung zukommen zu lassen. In den Gemeinden werden bereits Sammlungen zur Unterstützung der Familien der Rettungskräfte organisiert — ein Beispiel lokaler Solidarität, die Verzögerungen zentraler Hilfe ausgleicht.
Sozialschutz und Kommunikation
Trotz Abschaltungen sind die meisten Basisstationen der Mobilfunkanbieter mit Ersatzstrom versorgt, sodass Mobilfunk und Internet funktionieren, wenngleich die Qualität in Spitzenzeiten schlechter sein kann. Für die verletzlichsten Personen wurden rund 10.000 Wärmepakete vorbereitet, und die Dienste versorgen alleinstehende ältere Menschen regelmäßig mit warmen Mahlzeiten.
Was das bedeutet und was zu tun ist
Angriffe auf die Energieinfrastruktur sind ein strategischer Versuch, die Lebensfähigkeit der Region zu schwächen und die Moral zu untergraben. Daher zielen die Maßnahmen der Behörden nicht nur auf die Wiederherstellung der Netze, sondern auch auf die Minimierung sozialer Risiken: Priorisierung von Krankenhäusern und Wasserversorgung, Aufbau von Hilfspunkten, Verbesserung des Zugangs für besonders gefährdete Gruppen.
Praktische Schritte für die Bewohner: Halten Sie sich an die Zeitpläne von Ukrenergo, nutzen Sie die «Punkte der Unbeugsamkeit», sparen Sie im Haushalt Strom und helfen Sie Nachbarn, die besonders gefährdet sein könnten. Analysten und die lokale Verwaltung sind sich einig, dass die Zeitpläne für Einschränkungen ohne zusätzliche technische Unterstützung und internationale Hilfe anhalten könnten.
In den kommenden Tagen ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und praktische Maßnahmen zu ergreifen: Die technische Wiederherstellung der Infrastruktur läuft, doch vieles hängt von koordinierten Maßnahmen der Gemeinden und von der Geschwindigkeit der Bereitstellung von Ressourcen ab. Ob die Ressourcen und internationale Unterstützung ausreichen werden, um diese Zeitpläne auf ein Minimum zu reduzieren, ist die entscheidende Frage der nächsten Tage.