1,2 Mio. Hrywnja an Kiew zurückgezahlt: Verfahren wegen überhöhter Preise bei der Reparatur des Hydroparks und seine Bedeutung während des Krieges

Der Leiter einer Auftragnehmerfirma wurde wegen dienstlicher Fahrlässigkeit vor Gericht gestellt — der Staatshaushalt hat über 1,2 Mio. Hrywnja zu viel bezahlt. Das ist nicht nur ein Strafverfahren, sondern ein Signal für Lücken in der Kontrolle öffentlicher Mittel in einer für das Land kritischen Zeit.

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Фото: Київська міська прокуратура

Was passiert ist

Die Dnipro-Bezirksstaatsanwaltschaft der Stadt Kiew hat die Anklageschrift gegen den Leiter eines Unternehmens an das Gericht übermittelt, das von Dezember 2024 bis Oktober desselben Jahres die umfassende Instandsetzung des Hydroparks durchführte. Die Ermittlungen ergaben, dass der Leiter Abnahmeprotokolle mit überhöhten Preisen für Baumaterialien unterschrieb, ohne die Angemessenheit ihrer Kosten zu prüfen. Infolgedessen wurde aus dem Stadtetat mehr als 1,2 Mio. грн zu viel gezahlt.

Details und Folgen

Während der Voruntersuchung hat der Beschuldigte den entstandenen Schaden ersetzt und freiwillig 200 000 грн für die Bedürfnisse der Streitkräfte der Ukraine überwiesen. Die Handlungen des Leiters wurden nach Teil 2 des Artikels 367 des Strafgesetzbuchs der Ukraine qualifiziert; die Sache wurde zur materiellen Prüfung an das Gericht überwiesen.

Kontext: warum das wichtig ist

Da das Land in Zeiten eines umfassenden Krieges jede Hrywnja sorgfältig einsetzen muss, haben solche Fälle eine doppelte Wirkung: direkte Haushaltsverluste und ein Vertrauensverlust in das System der öffentlichen Beschaffung. Das Problem liegt nicht nur in einzelnen Überzahlungen – es besteht in Kontrolllücken, die es ermöglichen, Kostenvoranschläge zu überhöhen oder Preise zwischen Stellen abzustimmen.

Was sonst noch in der Sache

Im Dezember letzten Jahres hatten Ermittlungsbehörden drei Amtsträger wegen Veruntreuung von mehr als 1,2 Mio. грн im Zusammenhang mit der umfassenden Instandsetzung des Hydroparks verdächtigt: dem stellvertretenden Leiter der Verwaltung der kommunalen Einrichtung КО "Київзеленбуд", dem Geschäftsführer einer Privatgesellschaft und einem Kostenkalkulator werden Verschwörung und Preisaufschläge bei Baumaterialien vorgeworfen.

"Die Handlungen des Unternehmensleiters wurden nach Teil 2 des Artikels 367 des Strafgesetzbuchs der Ukraine qualifiziert. Die Sache wurde zur materiellen Prüfung an das Gericht überwiesen."

— Kiewer Stadtstaatsanwaltschaft

Fazit

Der Fall muss vom Gericht verhandelt werden — und ist ein Test für das System: Wird das Recht wirken und nicht nur der öffentliche Aufruhr? Vorerst unterstreicht der Fall die Notwendigkeit, die Kontrolle über Kostenvoranschläge zu verstärken, transparente Vergabeverfahren zu gewährleisten und antikorruptive Mechanismen mit schneller Reaktionsfähigkeit. In Kriegszeiten ist effektive Finanzkontrolle keine Bürokratie, sondern ein Element der nationalen Sicherheit. Ob die Institutionen die festgestellten Lücken beheben können — das ist die Frage, auf die die Einwohner Kiews und der Staat Antworten erwarten.

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