Anschlag am Geburtstag: McDonald's in Lukjanivka getroffen – bereits zum sechsten Mal, 28 Jahre nach Eröffnung

Das älteste McDonald's der Ukraine wurde in der Nacht zum 24. Mai beschädigt – am selben Tag, an dem es 1997 eröffnet wurde. Dies ist bereits der sechste Anschlag auf die Filiale seit Beginn der vollständigen Invasion.

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Ілюстративне фото: depositphotos.com

In der Nacht des 24. Mai führte Russland einen der massivsten Anschläge auf Kyjiw seit Beginn des Krieges durch. Unter den Dutzenden beschädigten Objekten befand sich ein McDonald's-Restaurant in der Nähe der U-Bahn-Station „Lukjaniwska". Der Zufall ist symbolisch nicht zufällig: Genau am 24. Mai 1997 eröffnete dieses Restaurant — das erste McDonald's in der Ukraine.

Eine Eröffnung, die ein Ereignis wurde

Die Bauarbeiten dauerten 99 Tage. Bei der Eröffnung 1997 bildeten sich tagelange Warteschlangen — Menschen warteten, um einen Hamburger für etwa 1 Dollar und einen Big Mac für etwa 3,68 Dollar zu kosten. Laut Wikipedia war das McDonald's am Kiewer Bahnhof im Jahr 2011 das zweithäufigste der Welt — ein Beweis dafür, wie schnell sich die Kette in der Ukraine etablierte.

Heute gibt es in dem Land über 100 Filialen der Kette. Im Mai 2025 eröffnete McDonald's ein Restaurant in der Transkarpatien — die einzige Region, in der es bisher nicht vorhanden war.

Der sechste Anschlag — und wieder das Versprechen, wiederherzustellen

Der Anschlag vom 24. Mai ist bereits der sechste Fall der Beschädigung dieses speziellen Restaurants seit Beginn der umfassenden Invasion. Der vorherige im Januar 2025 war der schwerwiegendste: Eine ballistische Rakete zerstörte die Fassade, das Restaurant war fast einen Monat lang geschlossen. Damals versprach das Unternehmen, „auf jeden Fall wiederherzustellen" — und tat dies bis zum 13. Februar.

„Derzeit bewerten wir das Ausmaß der Schäden und planen, den Betrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen. Das Wichtigste ist, dass sich alle unsere Mitarbeiter in Schutzräumen befanden und niemand verletzt wurde".

Pressestelle von PII „McDonald's Ukraine Ltd."

Die Formulierung ist fast identisch mit der, die das Unternehmen nach dem Anschlag im Januar verwendete. Die Evakuierungsprotokolle für Personal funktionierten — dies ist bereits eine etablierte Praxis: Das Personal geht beim Ertönen des Alarms in Schutzräume, das Restaurant wird geschlossen.

Kontext des Anschlags: am größten nach der Anzahl der Standorte

Der Leiter der KMVA Timur Tkachenko nannte den nächtlichen Anschlag den größten nach der Anzahl der beschädigten Standorte seit Beginn der umfassenden Invasion — das Gebäude des Außenministeriums, das Tschornobyl-Museum, das Kunstmuseum, das Kabinett der Minister und Dutzende andere Bauwerke wurden beschädigt. Mindestens zwei Menschen wurden getötet, Dutzende wurden verletzt. Die U-Bahn-Station „Lukjaniwska" wurde vorübergehend aufgrund von Schäden an der Vorhalle durch die Druckwelle geschlossen.

Vor diesem Hintergrund ist das beschädigte Fast-Food-Restaurant eine Nebensache. Aber eine aussagekräftige: Das Restaurant, das 1997 die Integration der Ukraine in die westliche Welt symbolisierte, dokumentiert nun die Geografie der russischen Anschläge auf die zivile Infrastruktur Kyjiws.

Wenn das Unternehmen das bisherige Wiederherstellungstempo beibehält — etwa einen Monat — könnte das Restaurant bis Ende Juni wieder in Betrieb gehen. Die Frage ist eine andere: Wie oft kann man „so schnell wie möglich wiederherstellen" wiederholen, bevor Logistik und Versicherung es wirtschaftlich unrentabel machen, das Restaurant zu betreiben — und ob McDonald's Ukraine darauf eine öffentliche Antwort hat.

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