Amazfit hat die Anwendung WatchFM veröffentlicht, die Smartwatches die Möglichkeit bietet, Internetradio zu hören. Auf den ersten Blick – noch ein Schritt zur Unabhängigkeit des Geräts vom Telefon. In der Praxis ist es jedoch das Gegenteil: Ohne ein Smartphone in der Nähe funktioniert die Funktion einfach nicht. Dies berichtet Notebookcheck.
Für den Betrieb von WatchFM ist die im Hintergrund laufende Anwendung Zepp und eine aktive Bluetooth-Verbindung erforderlich. Auch wenn die Uhr ein eigenes Wi-Fi-Modul hat und theoretisch eigenständig eine Verbindung zum Internet herstellen könnte, haben die Entwickler diese Möglichkeit nicht implementiert. Die Uhr funktioniert praktisch als Fernbedienung für das Telefon, das die ganze Arbeit beim Abrufen von Audio-Streaming übernimmt.
Dies zeigt ein grundsätzliches Problem von Smartwatches: Obwohl die meisten über autonome Konnektivität verfügen, sind die meisten Funktionen an ein Smartphone in der Nähe gebunden. Ein Wi-Fi-Chip in der Uhr ist vorhanden, wird aber höchstens zur Datensynchronisierung genutzt, nicht für eigenständigen Internetzugang zu Mediainhalten.
Die Auswahl der Sender ist derzeit bescheiden – der australische SBS PopAsia und der amerikanische KIIS FM. Die Wiedergabe im Hintergrund ist jedoch korrekt implementiert: Sie können Titel wechseln, Ihre Hörerstatistiken verfolgten und den Batteriestand direkt vom Display der Uhr aus steuern, ohne das Telefon herausholen zu müssen.
Derzeit werden nur Modelle mit runden Displays unterstützt – die Amazfit Cheetah 2 Pro hat die Überprüfung bestanden, wo die Anwendung ohne Beanstandungen funktioniert. Besitzer von rechteckigen Modellen werden auf ein Update warten, dessen Datum noch nicht genannt wird.
Was bedeutet dies für Benutzer
Wenn Sie gehofft hatten, dass WatchFM es Ihnen ermöglicht, ohne Telefon zu joggen und Radio zu hören – das wird nicht passieren: Das Smartphone muss definitiv in der Nähe sein und sich in Bluetooth-Reichweite befinden. Die Funktion ist eher eine Bequemlichkeit für diejenigen, die ihr Telefon ohnehin in der Tasche tragen, als ein Schritt zur echten Autonomie der Uhr.
- Kürzlich ermöglichte Amazfit, direkt von der Smartwatch aus auf iPhone-Nachrichten zu antworten.
- Amazfit stellte auch Balance 3 und Balance Ultra mit einer Akkulaufzeit von bis zu 30 Tagen vor.
- Einige Amazfit-Geräte werden 2026 die neuesten Updates erhalten.