Was passiert ist
Über den Marktplatz DOT‑Chain Defence werden Abfangdrohnen geliefert, die dafür bestimmt sind, gegen iranische Drohnen des Typs Shahed vorzugehen. Über die Aktualisierung informierte Denys Shmyhal auf Telegram: Diese Modelle wurden nach Befragungen der Einheiten zur Wirksamkeit bestimmter Plattformen dem Programm "Армія дронів Бонус" hinzugefügt.
"Dies ist bereits der zweite Typ von Abfangdrohnen, die über DOT‑Chain Defence an die Streitkräfte geliefert werden. Zuvor wurden auf dem Marktplatz taktische Abfangdrohnen hinzugefügt, die helfen, feindliche Aufklärungs- und Angriffsunmannedrohnen an der Frontlinie zu bekämpfen."
— Denys Shmyhal, Premierminister (Mitteilung auf Telegram)
Der Regierung zufolge erhielten die Einheiten bis Ende Dezember fast 5 000 solcher Geräte über DOT‑Chain Defence. Die Agentur für Verteidigungsbeschaffung des Verteidigungsministeriums hat Verträge mit sechs Herstellern dieses Drohnentyps unterzeichnet.
Warum das wichtig ist
Krieg in moderner Form ist nicht nur Artillerie und Flugzeuge, sondern auch massenhafte Drohnenangriffe, die wellenartig erfolgen können. Die massenhaften Lieferungen von Abfangdrohnen stärken die Fähigkeit, kritische Infrastruktur und bewohnte Gebiete zu schützen, ohne zusätzliche Eskalationspunkte zu schaffen.
Einige Schlüsselfakten, die Kontext geben:
• Майже 5 000 Abfangdrohnen — Lieferungen über die Plattform bis Ende Dezember.
• 6 Hersteller — Diversifizierung der Lieferketten reduziert die Risiken eines einzelnen Engpasslieferanten.
• Geschätzter Bedarf: Im September sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass zur Abwehr von 800 russischen "Shaheds" etwa 1 600 Abfangdrohnen nötig seien, und andere Regierungsangaben deuteten auf den möglichen Einsatz von bis zu 1 000 Abfangdrohnen pro Tag hin — ein Wert, der die Notwendigkeit von Skalierung in Produktion und Logistik verdeutlicht.
"Zur Abwehr von 800 russischen 'Shaheds' werden 1600 Abfangdrohnen benötigt."
— Wolodymyr Selenskyj, Präsident (Aussage im September)
Wie es weitergeht
Die Lieferung über DOT‑Chain Defence ist ein wichtiger Baustein des Systems, aber es geht nicht nur um die Menge an Drohnen. Erforderlich sind:
• Stabile Logistik — Wartung, Akkus, Ersatzteile.
• Ausbildung des Personals — optimale Taktiken für den Einsatz bei Wellenangriffen.
• Großskalige Produktion — Verträge mit mehreren Herstellern und internationale Zusammenarbeit (insbesondere die erwähnte Partnerschaft für die OCTOPUS‑Serie mit britischer Beteiligung) müssen die Absichtserklärungen in ein stabiles Angebot verwandeln.
Die systematische Integration der Abfangdrohnen in die alltägliche Verteidigung verändert das Kräfteverhältnis dort, wo massenhafte Drohnenangriffe stattfinden — jedoch nur, wenn die Lieferungen von Logistik und operativer Ausbildung begleitet werden. Nun sind Produktion und Unterstützung gefragt: Wird es gelingen, diese Lieferungen in eine dauerhafte Verteidigungslinie zu verwandeln?