In der großen Diplomatie sind nicht laute Erklärungen, sondern konkrete Ergebnisse wichtig
Die Botschaft der Ukraine im Vereinigten Königreich hat zusammen mit der ukrainischen Gemeinde in London erreicht, dass die Erwähnung des russischen Festivals „Kalinka“ aus den Informationsmaterialien des Royal College of Music entfernt wurde. Dies teilte das Außenministerium der Ukraine mit und berief sich auf einen Bericht der UNN. Für die Leserschaft ist das nicht nur ein lokaler Sieg — es ist ein Signal an internationale Institutionen, verstärkt auf Quellen und Kontext kultureller Veranstaltungen während des Krieges zu achten.
Das diplomatische Team wandte sich an die Veranstalter und hob die Unzulässigkeit hervor, Kulturprojekte eines Aggressorstaaten im Kontext der umfassenden Aggression Russlands gegen die Ukraine zu popularisieren. Dieser Ansatz verbindet die Kanäle offizieller Diplomatie mit gesellschaftlicher Kontrolle — genau diese Kombination brachte das Ergebnis.
"Die Erwähnung des Festivals 'Kalinka' bezog sich auf den retrospektiven Teil des Jubiläumsprogramms, der mit den Ereignissen von 2014 verbunden ist. Wir entschuldigen uns für das Missverständnis und werden die digitalen Materialien aktualisieren, indem wir die entsprechende Erwähnung entfernen."
— Vertreter des Royal College of Music
Das Royal College of Music stellte klar, dass es sich um den retrospektiven Teil des Programms handelte, der der russischen Musik gewidmet war, und versicherte, dass die digitalen Materialien aktualisiert werden. Gleichzeitig betonte das Außenministerium die weitergehende Bedeutung dieser Angelegenheit: Kultur dürfe nicht als Instrument der Propaganda eines Aggressorstaaten dienen.
"Die russische Kultur, die der Aggressorstaat als Instrument des Einflusses und der Propaganda einsetzt, darf auf der internationalen Bühne und im globalen Kulturraum keinen Platz haben."
— Außenministerium der Ukraine
Das ist kein Einzelfall: Institutionen in Europa überarbeiten zunehmend Programme und Kontakte. Laut UNN passen Theater und Festivals Aufführungen und Einladungen an — etwa die Mitteilung über die Absage der Auftritte einer russischen Ballerina in Florenz. Diese Dynamik spiegelt eine neue Realität wider, in der kulturelle Entscheidungen eine geopolitische Dimension haben.
Fazit: Die Kombination aus diplomatischem Druck, dem Engagement der Gemeinschaft und der Verantwortung der Institutionen bringt Ergebnisse. Der nächste Schritt besteht darin, transparente Auswahlkriterien für Inhalte und Praktiken zu formulieren, die es internationalen Kulturzentren ermöglichen, eine unbewusste Legitimierung von Projekten zu vermeiden, die mit russischer staatlicher Propaganda verbunden sind.