Kurz: Was bereits wiederhergestellt wurde
Die Beseitigung der Folgen des russischen Angriffs auf die kritische Infrastruktur in der Oblast Dnipropetrowsk dauert an. Reparaturteams arbeiten ohne Unterbrechung; die schrittweise Wiederherstellung von Diensten erfolgt dort, wo die Sicherheitslage und die Stromversorgung es zulassen.
„Trotz der Schäden an der Infrastruktur wurden die Wiederherstellungsarbeiten in kürzester Zeit durchgeführt. Das ist das Ergebnis schneller und abgestimmter Arbeit vor Ort. Versorgungsdienste, Energieversorger und Ingenieure arbeiteten ohne Pause – damit die Menschen so schnell wie möglich zu normalen Bedingungen zurückkehren können.“
— Олексій Кулеба, Vizepremierminister für Wiederaufbau — Minister für Entwicklung von Gemeinden und Territorien
Umfang der Wiederherstellung
Nach Angaben des Ministeriums für Entwicklung waren bis Donnerstagabend die Wasserversorgung für über 1,7 Mio. Abonnenten und die Wärmeversorgung für rund 270.000 Abonnenten wiederhergestellt, darunter in Кривому Розі. In Нікополі waren Stand 19:00 Uhr am 8. Januar Wärme und Wasser vollständig wiederhergestellt.
Wer noch ohne Versorgung ist
Ungefähr 250.000 Abonnenten haben weiterhin keine Wärme, rund 20.000 sind ohne Wasserversorgung. Die Wiederherstellung hängt von der Sicherheit der Arbeiten und der Stabilisierung der Stromversorgung ab: sobald die Energie zurückkehrt, steigt die Zahl der wieder versorgten Abonnenten.
Resilienz der kritischen Infrastruktur
In der Region wurden mehr als 1.500 Punkte der Widerstandsfähigkeit eröffnet, davon über 500 in Дніпрі; für den stabilen Betrieb dieser Punkte wurden 45 Generatoren aus anderen Regionen (Луганська та Київська) bereitgestellt. Stand 15:55 sind etwa 80% der medizinischen Einrichtungen bereits wieder mit Strom versorgt, der Rest arbeitet mit alternativer Ausrüstung — alle Krankenhäuser arbeiten im gewohnten Modus, teilte der kommissarische Leiter der Militärverwaltung der Oblast Dnipropetrowsk Владислав Гайваненко mit.
„Alle Krankenhäuser arbeiten im gewohnten Modus“
— Владислав Гайваненко, kommissarischer Leiter der Militärverwaltung der Oblast Dnipropetrowsk
Logistik, Sicherheit und die menschliche Dimension
Die Reparaturarbeiten werden unter der Gefahr erneuter Angriffe durchgeführt: in den letzten Tagen hat der Feind die Dnipropetrowsk-Region massiv getroffen, unter anderem trafen Drohnen in der Nacht zum 7. Januar Wohnhäuser, Kindergärten und eine Berufsschule in Дніпрі. Früher am Morgen des 8. Januar hatten etwa 800.000 Verbraucher keinen Strom — davon hängt das Tempo der Wiederherstellung von Wärme und Wasser ab.
Innenministerium (МВС) und Rettungsdienste arbeiten im verstärkten Modus; Spezialisten aus mehreren Regionen sind eingebunden, um die Reparaturen zu beschleunigen und die Sicherheit der Teams zu gewährleisten.
Warum das wichtig ist
Der Winter macht die Wiederherstellung lebenswichtig für die Bevölkerung und das Funktionieren des Gesundheitswesens. Die Rückkehr von Wärme und Wasser ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Sicherheit: stabile Dienstleistungen verringern Gesundheitsrisiken und entlasten Krankenhäuser.
Wie es weitergeht
Bisher zeigt die Wiederherstellung die Einsatzbereitschaft lokaler Dienste und die Koordination mit den Energieversorgern — doch dies ist ein fragiler Fortschritt, der von der Verfügbarkeit von Strom und der Sicherheit abhängt. Infrastruktur-Expertinnen und -Experten betonen: systematische Investitionen in Ersatzstromquellen, schnelle Lieferung von Ersatzteilen und Unterstützung durch Partner sind erforderlich, um die Wiederherstellung nachhaltig zu machen.
Fazit
Das Ergebnis ist sichtbar: Millionen Menschen haben Wasser erhalten, Hunderttausende haben wieder Wärme. Das endgültige Bild wird jedoch von zwei Faktoren bestimmt — ob es gelingt, die Stromversorgung zu stabilisieren, und ob die Teams die Arbeiten ohne Gefahr erneuter Angriffe ausführen können. Ob Ressourcen und Koordination ausreichen, damit dieser Schritt zu einer langfristigen Wiederherstellung wird, ist eine Frage an die Behörden und Partner.