Am 20. Mai gewann Kiewer „Dynamo" auf der „Arena Lwiw" den ukrainischen Pokal der Saison 2025/26 und besiegte den Erstliga-Vertreter „Tschernihiw" mit 3:1. Das Spiel begann mit Verspätung — ein Luftalarm in Lwiw verzögerte den Anpfiff um 15 Minuten.
Wie es ablief
„Dynamo" erzielte das erste Tor: In der 26. Minute brachte Mychajlo Bujalskyi die Kiewer in Führung. „Tschernihiw" glich acht Minuten später aus — der Abwehrspieler Romanschenko traf nach einem Standardspiel. Mit diesem Stand gingen die Mannschaften in die Pause — 1:1.
In der zweiten Halbzeit erzielte Bujalskyi sein Doppelpack in der 53. Minute — ein Elfmeter in die Ecke nach einem kombinativen Angriff. Den Schlusspunkt setzte Andrii Jarmolenko, der als Einwechselspieler kam: Ein Schuss in die Ferne in der 70. Minute machte das Endergebnis perfekt.
„Ich habe mit meinem Vater Witze gemacht und gefragt: ‚Für wen wirst du anfeuern?' Er antwortete, für ‚Tschernihiw'"
Andrii Jarmolenko
Tschernihiw, das nicht im Finale hätte sein sollen
Der Weg „Tschernihiws" zum Finale ist eine eigene Geschichte. Das Team aus der Ersten Liga absolvierte drei Elfmeterschießen: besiegte „Lisne", „Feniks-Mariupol" und „Metallist 1925". Mit dem Finale erreichte „Tschernihiw" als erst zweiter Vertreter der Ersten Liga in der Turniergeschichte. Trainer Valerij Tschornyj nannte dies das „größte Aufsehen um den Verein in seiner Geschichte".
Was dieser Pokal bedeutet
Für „Dynamo" ist es das 20. Finale und der 14. gewonnene Pokal. Bei der Anzahl der Trophäen in der unabhängigen Ukraine zogen die Kiewer mit dem Donezker „Schachtjor" gleich. Die praktische Folge: „Dynamo" erhielt einen direkten Platz in der Europa League der nächsten Saison — ohne Qualifikationsrunden.
Für amtierenden Trainer Ihor Kostjuk, der die Mannschaft 2025 übernahm, ist dies der erste Pokal in seiner Trainerkarriere mit „Dynamo". Er spielte von 1992 bis 1997 für den Verein.
Eine offene Frage bleibt: Wird ein Pokal und die europäische Perspektive ausreichen, damit Kostjuk die Position des Haupttrainers bereits ohne die Präfixe „amtierend" erhält — und falls „Dynamo" in der Europa-League-Qualifikation scheitert, wird der Verein diese Entscheidung überdenken?