"Hamster" mit Schlüsseln: Warum leere Lagerhäuser in der Ukraine dem Geschäft weiterhin verborgen bleiben

Die FDMU hat über eine Million Quadratmeter geeigneter Räumlichkeiten gefunden, während zerstörte Unternehmen nach Unterkünften suchen. Das Haupthindernis ist nicht die Zerstörung, sondern die Leiter von Staatsunternehmen, die schweigen.

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Наслідки атаки РФ на термінал Нової пошти в Одесі 31 серпня (Фото: ДСНС)

Nach massiven Angriffen der Russischen Föderation auf die Logistik des ukrainischen Geschäftsbetriebs entstand eine absurde Situation: Lagerflächen existieren, aber niemand weiß davon. Der Leiter des Staatlichen Vermögensfonds Dmitro Natalukha benannte die Schuldigen direkt – es sind nicht feindliche Raketen, sondern eigene Beamte, die auf leeren Immobilien sitzen und auf „bessere Zeiten" oder einen günstigen Moment warten, um die Flächen „ihrem Kumpel" zu übergeben.

Eine Million Quadratmeter im Schatten

Nach Angaben des FDMU hat der Fonds dem Ministerium für Wirtschaft bereits Informationen über mehr als 1,13 Millionen Quadratmeter Fläche übermittelt, von denen etwa 164.000 Quadratmeter potenziell bereits jetzt Frachten aufnehmen könnten. Dies sind Produktionshallen, Lagerhallen, sogar unterirdische Lagerräume, die formal in der Bilanz des DSNS stehen, aber das Geschäft erfährt von deren Existenz erst im letzten Moment.

Natalukha beschrieb den Mechanismus einfach: Der Leiter eines Staatsunternehmens kennt die freien Flächen, gibt diese Information aber nicht weiter, in der Hoffnung entweder den Krieg abzuwarten oder den Vermögenswert privat zu monetarisieren.

„Da sitzt irgendein Hamster... und teilt diese Information einfach niemandem mit, um auf bessere Zeiten zu warten oder sie irgendwelchen Kumpels zu übergeben – ich weiß es nicht", sagte Natalukha.

Das Ausmaß des Problems angesichts der Verluste

Der Kontext, in dem dies geschieht, ist keine abstrakte Ineffizienz. Nach Berechnungen von LIGA.net verloren Lagerhallen in der Ukraine in nur sechs Monaten Krieg über 300.000 Quadratmeter Fläche. Am meisten litten Netzwerke, die die tägliche Logistik des Landes tragen – Nova Poshta, ATB, Roshen.

Die Folgen sind bereits nicht nur in Geschäftsberichten spürbar. Hersteller und Lieferanten warnen vor möglichen Preiserhöhungen für einzelne Waren um 15-20% – genau wegen der zerstörten Logistik und erzwungener Kosten für neue Lagerstrecken. Agrarminister Taras Vysotskyi bestätigt: Ein großer Teil der modernen Lagerkapazitäten ist bereits zerstört.

Veränderung der Geschäftsanforderungen

Interessanterweise transformiert sich der Marktbedarf schneller, als die Staatsbürokratie reagieren kann. Natalukha betont: Zu Beginn der Anschläge forderte das Geschäft konkret – „gebt uns Räumlichkeiten". Jetzt hat sich die Priorität zum Geld verschoben.

„Es sieht so aus, als ob nur finanzielle Ressourcen benötigt werden, und die Räumlichkeiten werden sie selbst wieder aufbauen", sagte der Leiter des FDMU.

Das bedeutet, dass selbst wenn der Staat endlich alle versteckten Lager offenlegt, Teil des Geschäfts bereits einen anderen Weg einschlagen wird – es wird in seinen eigenen Wiederaufbau investieren, anstatt auf fremde Quadratmeter zu warten.

Was kommt als Nächstes

Das FDMU erstellt eine konsolidierte Liste von Räumlichkeiten für die Regierung und den RNBO. Die Frage ist, ob diese Liste ein echtes Druckmittel gegen die „Hamster" wird oder sich in ein weiteres Dokument verwandelt, das neben Berichten über leere Lager auf dem Tisch liegt, die im fünften Kriegsjahr leer bleiben.

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