Chinesische Anta Sports erwägt Übernahme des deutschen Sportartikelherstellers Puma

Anta Sports prüft eine Übernahme von Puma und hat bereits Berater hinzugezogen; nach den Berichten stieg der Aktienkurs von Puma am 27. November um 14 Prozent. Ein weiterer chinesischer Hersteller, Li Ning, zeigte ebenfalls Interesse, doch es gab keine Verhandlungen.

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Laut Agentur prüft das chinesische Unternehmen Anta Sports die Chancen, den deutschen Sportartikelhersteller Puma zu übernehmen. Das Unternehmen habe angeblich Berater zur Bewertung eines möglichen Geschäfts hinzugezogen.

Anta und ihre Assets

Anta ist einer der größten Hersteller von Sportbekleidung in Asien. In China besitzt sie die Rechte an den Marken Fila und Jack Wolfskin, und 2019 kaufte das Unternehmen Amer Sports, den Eigentümer von Salomon und Arc'teryx, für 5,2 Mrd. US‑Dollar. Die Marktkapitalisierung von Anta beträgt rund 31 Mrd. US‑Dollar.

Konkurrenten und Marktreaktion

Ein weiterer chinesischer Hersteller, Li Ning, zeigte ebenfalls Interesse an Puma, erklärte jedoch offiziell, dass es nicht zu konkreten Verhandlungen gekommen sei. Nach Berichten über einen möglichen Deal stieg der Aktienkurs von Puma am 27. November um rund 14 %.

Finanzlage von Puma

Puma wurde 1948 gegründet. Im vergangenen Jahr meldete das Unternehmen einen Nettogewinn von 281,6 Mio. Euro und einen Umsatz von 8,8 Mrd. Euro; etwa 22.000 Beschäftigte sind für das Unternehmen tätig. Die Firma sponsert eine Reihe von Sportteams, darunter Manchester City und die portugiesische Nationalmannschaft.

In letzter Zeit durchläuft Puma schwierigere Phasen: In diesem Jahr fielen die Aktien um etwa 62 %, und der Marktwert schrumpfte auf rund 2,5 Mrd. €. Im Juli ernannte das Unternehmen einen neuen CEO, der Kürzungen von rund 900 Stellen, einen Fokus auf Schlüsselbereiche und eine Erneuerung der Marketingstrategie ankündigte.

Kontext

Anta hat ihr Portfolio schrittweise durch große Zukäufe und Rechte an bekannten Marken erweitert, was sie zu einem der Hauptakteure auf dem asiatischen Markt für Sportbekleidung macht. Puma hingegen versucht in den letzten Jahren, das Geschäft nach dem deutlichen Kurseinbruch und einem Führungswechsel zu stabilisieren, sodass ein mögliches Angebot aus China Teil einer breiteren Transformation der Branche sein könnte.

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