Worum geht es in der Klage
Die Kiewer Stadtstaatsanwaltschaft hat beim Wirtschaftsgericht der Stadt eine Klage eingereicht, um von ТОВ "Рибалко‑Компані" fast 6,27 млн грн eines nicht gezahlten Pauschalbeitrags einzutreiben. Es geht um die Rekonstruktion eines Wohnhauses in der Straße Marschala Rybalky (heute — Rostyslavska Straße) im Stadtbezirk Schewtschenko, teilte die Pressestelle der Staatsanwaltschaft mit.
Was in der Summe enthalten ist
Die Gesamtsumme umfasst etwa 5,47 млн грн unmittelbar für die Beteiligung an der Schaffung der sozialen sowie der ingenieur‑ und verkehrstechnischen Infrastruktur der Stadt sowie Inflationsverluste und 3% Jahreszinsen, die für die Dauer des Verzugs berechnet wurden.
"Die Staatsanwaltschaft fordert von ТОВ 'Рибалко‑Компані' die Einziehung von mehr als 6 Mio. грн für den nicht geleisteten Pauschalbeitrag, was bei einer Prüfung festgestellt wurde."
— Pressestelle der Kiewer Stadtstaatsanwaltschaft
Warum das für die Bewohner Kiews wichtig ist
Pauschalbeiträge sind keine Formalität. Diese Mittel werden für Straßenreparaturen, den Ausbau von Netzen, Kindergärten und andere Einrichtungen verwendet, die die Stadtbewohner unmittelbar spüren. Nach Schätzungen Kiews sind dem Haushalt durch Nichtzahlungen der Bauträger mehr als 1,2 млрд грн entgangen.
Kontext und Präzedenzfälle
Das Investitionsförderungsgesetz von 2019 hob ab 2021 die verpflichtenden Pauschalbeiträge auf, doch für Bauträger, die mit dem Bau bereits früher begonnen hatten, blieben die Verpflichtungen bestehen. Daher ist die aktuelle Klage Teil einer breiteren Praxis: Im September 2025 reichte Kiew eine Klage über 22 млн грн gegen den Entwickler des Wohnkomplexes "Бережанський" ein, im November — gegen den Entwickler des Wohnkomplexes Eco Dream, im Januar 2025 verpflichtete das Gericht den Entwickler des Wohnkomplexes Manhattan City zur Zahlung von 69 млн грн, und im Juli erstritt die Stadt weitere 10 млн грн gegen den Entwickler des Wohnkomplexes "52 Перлина".
Was sich ändern könnte
Die vorbereitende Verhandlung ist für den 23. Februar angesetzt. Wenn die Stadt die Klage durchsetzt, stärkt das den Präzedenzfall und könnte die Rückführung von Mitteln für Infrastrukturprojekte beschleunigen. Sollte dies nicht gelingen, bleibt die Frage der Mindereinnahmen offen und wirkt sich auf die Möglichkeit aus, dringende Arbeiten in den Wohngebieten zu finanzieren.
Die Frage bleibt einfach und praktisch: Wird Kiew in der Lage sein, Einnahmen effektiver einzufordern, damit die Infrastruktur den Bewohnern dient und sich nicht in langwierigen Gerichtsstreitigkeiten aufreibt?