Leiche des zweiten verunglückten Bergmanns in Mine „Ingulska“ gefunden

Rettungskräfte fanden am 27. November die Leiche von Wolodymyr Kosiuk, dem zweiten Todesopfer des Unfalls in der Schachtanlage Inhulska am 11. November; der Staatliche Arbeitsdienst hat eine Kommission für eine Sonderuntersuchung eingesetzt.

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Rettungskräfte haben am 27. November die Leiche des zweiten Bergarbeiters gefunden, der bei einem Unfall in der Grube Inhulśka des staatlichen Unternehmens "Sichnyj Bergbau- und Aufbereitungskombinat" ums Leben kam. Das teilte das Energieministerium mit.

Der Verstorbene ist Wladimir Kosjuk, geboren 1982. Er hinterlässt seine Ehefrau und eine elfjährige Tochter.

Untersuchung

"Die Aufklärung der Umstände des Unfalls obliegt einer Kommission für Sonderuntersuchungen, die vom Staatlichen Dienst für Arbeit eingerichtet wurde"

Das Ministerium teilte mit, dass die Kommission daran arbeitet, die Ursachen und Umstände des Vorfalls festzustellen. Die Untersuchung dauert an.

Ablauf des Unfalls

Der Unfall ereignete sich am 11. November: In einer unterirdischen Strecke eines bereits abgearbeiteten Blocks kam es zu einem Durchbruch der hydraulischen Verfüllmischung und zur Überflutung eines Horizonts.

Vier Bergleute gerieten in den überfluteten Bereich. Zwei gelangten eigenständig ins Freie, zwei starben. Die Leiche des ersten Verstorbenen — des Elektroinstallateurs Wadym Zhyk, geboren 1980 — wurde am 17. November gefunden.

Betrieb

Die Grube Inhulśka liegt im Dorf Neopalymiwka, 8 km von Kropywnyzkyj entfernt. Sie wurde im Februar 1967 eröffnet; das erste Erz wurde 1971 gefördert.

  • Das Bergwerk erschließt die Michurinske- und die Zentrale Uranlagerstätte in Tiefen von 160–420 Metern.
  • Die Produktionskapazität beträgt rund 470.000 Tonnen Erz pro Jahr.
  • Das staatliche Unternehmen "SkhidGZK" ist das einzige in der Ukraine und das größte in Europa für den Abbau und die Aufbereitung von Uranerz; dazu gehören ein Uranaufbereitungskomplex und drei Bergwerke: Inhulśka, Smolinska und Nowokostjantynivska.

Kontext

Zur Erinnerung: Der Unfall in der Grube Inhulśka am 11. November führte zur Überflutung unterirdischer Arbeitssohlen und hat bereits zum Tod von zwei Beschäftigten geführt. Eine staatliche Kommission soll die technischen Ursachen des Durchbruchs und mögliche Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften klären.

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