In der Nacht vom 30. auf den 31. August führten russische Truppen einen Anschlag auf ein Lagerhaus des Einzelhandelsnetzwerks Varus in der Region Kiew durch. Das Unternehmen teilte dies auf Facebook mit.
Es gab keine Todesfälle oder Verletzten unter den Mitarbeitern, doch aufgrund des Anschlags erlitt die Lagerhalle erhebliche Schäden: Ein Teil der Waren wurde beschädigt oder vollständig zerstört.
Russland zielt gezielt auf Lager und Lebensmittellogistik in der Ukraine ab. Ein großer Teil der modernen Speicherkapazitäten wurde bereits zerstört, in einigen Fällen bis zu 90%, wie der Agrarminister Taras Wysotskij mitteilte. Er versicherte, dass dies nicht bedeute, dass die Ukrainer ohne Produkte bleiben würden.
Gleichzeitig könnten Kunden der Geschäfte aufgrund einer geringeren Auswahl Unannehmlichkeiten erfahren. „In den kommenden Tagen sind Verzögerungen bei Lieferungen und vorübergehende Fehlbestände einzelner Artikel in unseren Läden möglich. Trotzdem sind derzeit alle unsere Geschäfte offen und arbeiten im normalen Betrieb", sagte Varus.
Das Unternehmen teilte mit, dass auf den Lagerflächen daneben auch Waren anderer Einzelhandelsketten lagerten, die durch den Anschlag ebenfalls beschädigt wurden.
- Im Juli, kurz vor Beginn der massiven russischen Anschläge auf ukrainische Einzelhandelsketten, kündigte Varus die Übernahme des Einzelhandelsnetzwerks „Kolo" an.
Was kommt als nächstes
Sollten die Anschläge auf die Lagerlogistik mit der derzeitigen Regelmäßigkeit fortgesetzt werden, müssen die Einzelhandelsketten ihre Lagerplätze schneller diversifizieren – in kleineren Chargen und in größerer Entfernung von großen Städten.