Ungarische MOL könnte russische Aktionäre bei NIS ersetzen

MOL verhandelt über den Erwerb eines Anteils an der serbischen NIS, die wegen US-Sanktionen den Ausstieg ihrer russischen Eigentümer anstrebt; ein Eigentümerwechsel könnte zur Voraussetzung für die Aufhebung der Beschränkungen werden.

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Das ungarische Ölunternehmen MOL führt Gespräche über den Kauf einer Beteiligung an dem serbischen Unternehmen NIS (Naftna industrija Srbije). Das sagte der ungarische Minister Gergely Gulyás und kommentierte damit den Besuch von Ministerpräsident Viktor Orbán in Belgrad.

Details des Angebots

Nach Angaben von Gergely Gulyás sei dies keine Regierungsentscheidung, sondern eine kommerzielle Initiative von MOL selbst. Die Regierung Ungarns plane keine Intervention — das Unternehmen prüfe eigenständig die Möglichkeit des Erwerbs.

Eigentümer und Sanktionen

Die USA haben angekündigt, die Sanktionen gegen NIS erst aufzuheben, nachdem russische Anteilseigner vollständig aus dem Kapital des Unternehmens ausgeschieden sind. Derzeit gehören 44,85 % der Aktien Gazprom Neft, weitere 11,30 % einer anderen Struktur der Gazprom-Gruppe aus Sankt Petersburg, und 29,87 % kontrolliert der Staat Serbien; der Rest der Aktien gehört Minderheitsaktionären.

Möglichkeit der Verstaatlichung

Am 26. November teilte die Regierung Serbiens mit, dass sie eine Änderung des Haushaltsentwurfs für 2026 eingebracht habe, die es im Bedarfsfall ermöglichen würde, NIS zu verstaatlichen. Dieser Schritt verschafft Belgrad zusätzliche Einflusshebel auf die zukünftige Eigentümerstruktur des Unternehmens.

Kontext

Die Suche nach einem neuen Investor und die Gespräche über einen Eigentümerwechsel stehen im Zusammenhang mit den Vorgaben der US-Sanktionen. Um die Beschränkungen aufzuheben, muss NIS sich von den russischen Eigentümern trennen, sodass die Verhandlungen zwischen Serbien und potenziellen Käufern, darunter MOL, politische und wirtschaftliche Bedeutung erlangt haben.

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