Was passiert ist
Das Unternehmen von Ruslan Shostak, Winhub, kaufte ein Grundstück von 18 ha im Dorf Mriya im Bezirk Bucha der Oblast Kiew und stellte das Projekt des ersten Logistikparks der Klasse „A“ auf der Messe MIPIM in Cannes vor. Laut LIGA.net ist der Baubeginn für das 2. Quartal 2026 geplant.
Details des Projekts
Das erste Objekt liegt 7 km von Kiew entfernt an der internationalen Fernstraße E40 — einem Korridor, der die Ukraine mit EU-Ländern und darüber hinaus verbindet. Auf diesem Gelände sollen rund 100.000 m² moderne Lagerkapazitäten entstehen (es wird angegeben, dass die Fläche an diesem Standort bis 2030 rund 116.000 m² erreichen wird).
Winhub kündigt ein Netzwerk von zehn solchen Parks in Kiew, Odessa, Lwiw, Dnipro und entlang wichtiger Verkehrsachsen an. Die Gesamtfläche des Projekts beträgt 1 Mio. m², das geplante Investitionsvolumen beläuft sich auf 1 Mrd. $. Das Projekt wurde am ukrainischen Stand auf der MIPIM vorgestellt — der wichtigsten jährlichen internationalen Immobilienmesse.
"Der Bau des ersten von zehn Parks gibt uns die Möglichkeit, dem Markt bereits bis 2030 116.000 m² moderne Lagerkapazitäten direkt an diesem Standort anzubieten"
— Ruslan Shostak, Gründer und Miteigentümer von Winhub, Präsident der Terwin Corporation
Warum das wichtig ist
Ein solches Projekt ist mehr als nur neue Lagerflächen. Die Lage an der E40 bietet Mietern einen direkten Straßenkorridor zu den EU-Ländern und stellt Verbindungen zu den südlichen und östlichen Regionen der Ukraine sicher. Das bedeutet eine Verkürzung der Logistikketten, geringere Transportkosten und eine schnellere Integration in die europäischen Märkte.
Die LEED-Zertifizierung und die Klasse „A“ signalisieren europäische Standards in Betrieb und Energieeffizienz — ein Faktor, der ausländische Investoren und internationale Logistikunternehmen anzieht. Die Präsentation auf der MIPIM dient zudem als sozialer Beleg: Das Projekt zog die Aufmerksamkeit der globalen Investoren- und Entwicklergemeinschaft auf sich.
Risiken und Unsicherheiten
Der Plan ist ambitioniert, muss jedoch auf drei Ebenen bestätigt werden: Finanzierung, Genehmigungen und Sicherheit der Korridore. Die Entfernung zur westlichen Grenze (550–650 km) macht das Projekt logistisch attraktiv, doch sein Erfolg hängt von der Stabilität der Routen und der Fähigkeit ab, schnelle Anbindungen an Schiene, Häfen und Zollverfahren sicherzustellen.
Fazit
Winhub bietet eine großangelegte infrastrukturelle Antwort auf die Marktbedürfnisse: 1 Mio. m² und 1 Mrd. $ Investitionen könnten die logistische Landkarte der Ukraine verändern, sofern das Projekt fristgerecht und nach europäischen Standards umgesetzt wird. Nun geht es nicht mehr nur um die Idee, sondern darum, wie schnell die auf der MIPIM gemachten Zusagen in Baupläne, Mietverträge und Arbeitsplätze in den Regionen verwandelt werden.
Quellen: LIGA.net, Präsentation von Winhub auf der MIPIM.