Die Raffinerie "Naftna Industrija Srbije" in Pančevo, die einzige Raffinerie des Landes, hat den Betrieb wegen fehlender Rohstoffe eingestellt. Das berichtete das Belgrader Fernsehen Nova.rs unter Berufung auf Quellen.
Antwort der USA
Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums reagierte auf die Anfrage der serbischen Regierung zur Verlängerung der NIS-Lizenz erst am Morgen des 25. November. Die Anfrage war vor sechs Tagen gestellt worden.
Serbien bat um die Genehmigung, damit das Unternehmen während der Verhandlungen über eine Änderung der Eigentümerstruktur ungehindert weiterarbeiten könne. Energieministerin Dubravka Djedović-Handanović erklärte, die russische Seite sei bereit, ihren Anteil an einen Dritten zu verkaufen, um die Sanktionen hinauszuzögern.
Potentieller Käufer
Am 21. November berichtete das Wall Street Journal, dass das Unternehmen ADNOC aus den VAE am Kauf von NIS interessiert sei.
Erklärungen des Präsidenten
Vor zwei Tagen erklärte der serbische Präsident Aleksandar Vučić, es gebe keine guten Nachrichten zur "Naftna Industrija Srbije". Er versprach, die Öffentlichkeit innerhalb von 36 bis 48 Stunden über die Verhandlungsergebnisse zu informieren.
Es wird erwartet, dass Vučić in Kürze offiziell die Stilllegung der Raffinerie bekanntgeben wird.
Kontext der Sanktionen
Die USA verhängten Sanktionen gegen NIS am 10. Januar, doch sie traten erst am 9. Oktober dieses Jahres in Kraft. Die Hauptforderung – der Ausstieg der Russen aus der Eigentümerstruktur.
In neun Monaten Verhandlungen zwischen der serbischen Regierung und Russland konnte keine Lösung gefunden werden. Moskau lehnte alle von Serbien vorgeschlagenen Varianten ab.