Rekordzahlen: was passiert ist
Im Jahr 2025 erhielt die Ukraine mehr als $45 Mrd. an internationaler Sicherheitsunterstützung — der höchste Umfang seit Beginn der großangelegten Invasion. Über die Gesamtsummen berichtete die Regierung, das Wachstum wird im Vergleich zum Jahr 2024 auf fast +30% geschätzt.
Wohin das Geld floss
Laut offiziellen Mitteilungen waren die Hauptfinanzierungsrichtungen folgende:
• Bewaffnung und Munition — vorrangige Priorität zur Unterstützung der operativen Leistungsfähigkeit an der Front.
• Luft‑/Raketenabwehrsysteme — Investitionen in die Flug‑ und Raketenabwehr, die das Risiko gezielter Angriffe auf kritische Infrastruktur verringern.
• Entwicklung der Verteidigungsindustrie — über $6 Mrd. wurden zur Stärkung des militärisch‑industriellen Komplexes bereitgestellt, insbesondere im Rahmen des sogenannten „dänischen Modells“ der Zusammenarbeit.
• Ausbildung, Reparatur, technische Unterstützung und Logistik — eine langfristige Grundlage zur Erhaltung der Ausrüstung und zur Ausbildung von Personal.
Die Regierung weist gesondert darauf hin, dass nahezu $3 Mrd. aus Erträgen gefrorener russischer Vermögenswerte in der EU und Großbritannien eingegangen seien — diese Mittel wurden gezielt für Beschaffungen und die Entwicklung der Branche verwendet.
"Die internationale Unterstützung der Ukraine wird langfristig und systematisch. Das ist die Voraussetzung zur Eindämmung der russischen Aggression, zur Stärkung unserer Verteidigungsfähigkeit und zur Sicherung eines gerechten Friedens in Europa."
— Denys Schmyhal, Premierminister
Warum das wichtig ist
Die Zahlen bedeuten nicht nur Geld, sondern eine Veränderung der Art der Hilfe. Der Übergang von sporadischen Tranchen zu systematischen Investitionen zeigt, dass die Partner faktisch zwei Dinge akzeptieren: erstens, dass kritische Infrastruktur und die Luftabwehr Priorität haben; zweitens, dass in die ukrainische Industrie investiert werden muss und nicht nur in einmalige Lieferungen.
Ein solcher Ansatz bringt praktische Vorteile: schnellere Wiederherstellung von Ausrüstung, Lokalisierung der Produktion, Verringerung der Abhängigkeit von Importen und größere strategische Widerstandsfähigkeit in Verhandlungen mit Gebern.
Staatliche Unterstützung der Verteidigungsindustrie: Leasing zu 5%
Ende Dezember genehmigte das Kabinett ein staatliches Unterstützungsprogramm für Waffenhersteller bei Leasingverträgen — die Hersteller werden faktisch etwa 5% Jahreszins zahlen, den Rest kompensiert der Staat. Dies nimmt die finanzielle Hürde für groß angelegte Projekte zur lokalen Produktion und verstärkt den Multiplikatoreffekt externer Mittel.
Wie geht es weiter — Risiken und Auswirkungen
Positive Trends bedeuten keinen automatischen Sieg: Wichtige Risiken sind eine Verlangsamung der Transfers durch politische Zyklen in den Geberländern, mögliche rechtliche Schwierigkeiten bei der Verteilung der Erträge aus eingefrorenen Vermögenswerten sowie logistische Engpässe in der ukrainischen Verteidigungsindustrie. Bleibt die internationale Hilfe jedoch systemisch, erhält die Ukraine nicht nur einen kurzfristigen Munitionsvorteil, sondern auch eine langfristige industrielle Basis zur Wiederherstellung ihrer Verteidigungsfähigkeit.
Fazit
45 Mrd. Dollar im Jahr 2025 — das ist nicht nur ein Rekord. Das ist ein Signal: Die Partner sind bereit, in Resilienz und Institutionen zu investieren und nicht nur in einmalige Unterstützung. Nun liegt es an der Ukraine, diese Mittel in nachhaltige Ergebnisse zu verwandeln: Produktion, Reparatur, Ausbildung und ein effizientes Logistiksystem, das das Land auf ein neues Niveau der Verteidigungsfähigkeit hebt.