Was beschlossen wurde
Die Regierung hat den Ankauf von Wohnraum für medizinisches Personal genehmigt, dessen Hauptarbeitsplatz in den frontnahen Regionen liegt, sowohl im ländlichen Raum als auch in Städten — im gleichen Ort oder in einem benachbarten Ort bis zu 30 km Entfernung. Die Entscheidung veröffentlichte Premierministerin Julija Swyrydenko auf Telegram. Gesundheitseinrichtungen können solche Käufe aus Mitteln des Staatshaushalts tätigen.
Wer und wo profitieren kann
Die Regelung gilt für medizinisches Personal, das in den Gebieten Donezk, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Luhansk, Sumy, Tschernihiw, Charkiw und Cherson arbeitet. Gewählt werden kann die Wohnung auch in den Oblasthauptstädten, die sich in der Zone aktiver Kampfhandlungen befinden — insbesondere in Saporischschja, Sumy, Charkiw und Cherson. Gleichzeitig sieht das Programm den Erwerb von Wohnraum in anderen Oblasthauptstädten nicht vor.
Eine Wohnunterkunft kann im Ort, in dem sich der Hauptarbeitsplatz des medizinischen Personals befindet, oder in einem benachbarten Ort in einer Entfernung von bis zu 30 Kilometern erworben werden. Gewählt werden kann die Wohnung auch in Saporischschja, Sumy, Charkiw und Cherson – Städten in der Zone aktiver Kampfhandlungen
— Julija Swyrydenko, Premierministerin
Haushalt und Fristen
Im Staatshaushalt für 2026 sind für dieses Programm 100 Mio. UAH vorgesehen. Dienstwohnungen werden medizinischen Beschäftigten für die Dauer ihrer Tätigkeit in der Einrichtung zur Verfügung gestellt. Den konkreten Umsetzungsmechanismus und das Verfahren zur Auswahl der Objekte sollen das Gesundheitsministerium gemeinsam mit den Haushaltsbegünstigten abstimmen.
Warum das wichtig ist
Die Entscheidung ist kein symbolischer Akt, sondern eine Personalstrategie. In den frontnahen Regionen ist die Bindung von Fachkräften durch Logistik, Risiken und Instabilität erschwert. Die Möglichkeit, eine Wohnung innerhalb von 30 km zu erhalten, verringert die Skepsis gegenüber einem Umzug, erleichtert den Arbeitsweg und schafft eine reale Absicherung für diejenigen, die Notfall- und planbare Versorgung für die lokale Bevölkerung leisten.
Fachliche Gesundheitsmanager und Personalanalysten weisen darauf hin, dass direkte finanzielle Anreize und Wohnungszusagen zu den wirksamsten Instrumenten gehören, um Personal dort zu halten, wo es am dringendsten gebraucht wird und zugleich am wenigsten verwundbar ist.
Kontext
Die Entscheidung ergänzt andere Initiativen der Regierung im Gesundheitswesen: Das Gesundheitsministerium plant, ab dem 1. Januar 2026 ein Programm kostenloser Check-ups für Bürger ab 40 Jahren zu starten, und die Regierung hat das Verfahren zur Umsetzung der medizinischen Garantien für 2026 mit einer Finanzierung von über 191,6 Mrd. UAH genehmigt. Zusammen signalisieren diese Schritte einen pragmatischen Ansatz — das Netz der Gesundheitsversorgung zu erhalten und die Prävention zu stärken, trotz der militärischen Risiken.
Nun liegt die Aufgabe bei den lokalen Behörden und Einrichtungen: wie schnell und transparent der Mechanismus eingerichtet wird, damit diese 100 Mio. UAH wirklich dort wirken, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird?