Was der Auslandsnachrichtendienst zeigt
Der Auslandsnachrichtendienst berichtet: Das Volumen der angesammelten chinesischen Investitionen in Russland ist faktisch auf dem Niveau von $17,4 Mrd eingefroren. Nach einem kurzfristigen Anstieg im Jahr 2022 kam der Kapitalzufluss aus China zum Stillstand, und bis 2025 ist die Gesamtsumme nicht gestiegen.
Wohin das Geld fließt — und was fehlt
Die einzige deutliche Zunahme zeigt sich im Sektor der Finanzdienstleistungen (+50%). Chinesische Banken bauen ihre Präsenz nicht zur Finanzierung großer Industrieprojekte aus, sondern um Handel und Zahlungskanäle zu bedienen. Der für Peking traditionell attraktive Rohstoffsektor hingegen schrumpfte — von $9 Mrd. auf $8,8 Mrd.
"Chinesische Investoren handeln höchst pragmatisch: Sie dringen in die russische Wirtschaft nur in dem Umfang vor, den sie angesichts der Sanktionsrisiken für sicher halten, oder sie vermeiden Investitionen ganz."
— Auslandsnachrichtendienst
Zusätzliches Risiko: Gold
Gleichzeitig hat die Handelsdynamik eine andere Seite: 2025 hat Russland den Goldexport nach China erhöht — verkauft wurden 25,3 Tonnen, das ist neunmal so viel wie im Vorjahr. Das ermöglicht, Liquidität außerhalb der Bankkanäle zu beschaffen und fehlende traditionelle Investitionen teilweise auszugleichen.
Warum das für die Ukraine wichtig ist
Die pragmatische Haltung Pekings hat für uns eine doppelte Wirkung. Einerseits begrenzt das Ausbleiben umfangreicher chinesischer Investitionen in Industrie und Energie Russlands Möglichkeiten für einen langfristigen Wiederaufbau und eine technologische Aufrüstung. Andererseits schafft die verstärkte Handelsaktivität mit Edelmetallen alternative Finanzierungsquellen für den Aggressor.
Kurze Prognose und Fragen an die Partner
Analysten erwarten, dass China eine vorsichtige Balance halten wird: wirtschaftliche Beziehungen zu Russland aufrechterhalten, aber offene Investitionen in sensible Sektoren vermeiden. Das gibt der Ukraine Spielraum für internationale Koordination — etwa durch verstärkte Finanzüberwachung, Druck auf die Handelskanäle für Edelmetalle und Zusammenarbeit mit Partnern an Beschränkungen, die eine Umgehung von Sanktionen verhindern.
Ob Aussagen und Zahlen in wirksame Politik umgesetzt werden, ist nun die Schlüsselfrage für unsere Verbündeten.