NBU kauft Maschine zur Verwertung von Kopeken — über 1.200 Tonnen Metall und bis zu 153 Mio. Hrywnja Einnahmen

Die Nationalbank investiert in spezialisierte Ausrüstung, um die Vernichtung der angesammelten Kopeken zu beschleunigen; dabei geht es nicht nur um Logistik, sondern auch um haushaltliche Vorteile und wirtschaftliche Disziplin während des Krieges.

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Warum das wichtig ist

Die Nationalbank der Ukraine hat rund 800 Tonnen Münzen der Nennwerte 1, 2, 5 und 25 Kopijka angesammelt, die seit 2019 aus dem Umlauf genommen werden. In den letzten Monaten kam zu dieser Menge die Initiative zur schrittweisen Ausmusterung der 10-Kopijka-Münzen hinzu – bereits gesammelt wurden 3,1 Millionen Stück. Nach Schätzungen des Regulators, unter Berücksichtigung einer Rücklaufquote von 5–6% solcher Münzen, könnte das Gesamtvolumen zur Entsorgung mehr als 1.200 Tonnen betragen. Das ist nicht nur eine operative Aufgabe – es ist eine Ressource, die in Haushalts­einnahmen umgewandelt und Produktionskapazitäten freigesetzt werden kann.

Was gekauft wird und wer der Gewinner ist

Gewinner der im Dezember 2025 durchgeführten Ausschreibung wurde die slowakische Firma Monea Coin Technology. Die NBU plant den Kauf einer spezialisierten Maschine zum Zerkleinern und Verarbeiten von Münzen – anstelle der derzeit veralteten Ausrüstung der Banknoten- und Münzprägestätte, die für technische Zwecke vorgesehen ist und 100–185 kg/h verarbeitet.

"Bei dieser Kapazität würde die Frist zur Vernichtung der angesammelten Münzen mehr als neun Jahre betragen. Neue Ausrüstung kann das Tempo verdoppeln und die Arbeit in ungefähr vier Jahren bewältigen."

— Pressestelle der Nationalbank der Ukraine

Wirtschaftlicher Sinn: wie viel es kostet und wie viel es bringt

Die Kosten der Ausrüstung liegen bei etwa 252.300 Euro (ca. 12,6 Mio. Hrywnja, UAH). Die NBU prognostiziert Einnahmen von bis zu 153 Mio. Hrywnja (UAH) aus dem Verkauf des Schrottes der vernichteten Münzen innerhalb der nächsten 2–3 Jahre. Selbst eine vorläufige Einschätzung zeigt: Die Einnahmen könnten die Anschaffungskosten der Maschine um ein Vielfaches übersteigen – daher ist dies nicht nur eine technische Lösung, sondern eine pragmatische Investition.

"Gewinner der Ausschreibung im Dezember 2025 wurde die slowakische Firma Monea Coin Technology"

— LIGA.net

Kontext während des Kriegsrechts

Der Prozess der Ausmusterung kleiner Nennwerte läuft weiterhin während des Kriegsrechts: Die NBU hat den Abschluss der Operation bis zum Ende des Kriegsrechts zuzüglich 90 Tage verschoben. Es handelt sich um eine logistisch komplexe Aufgabe – die Münzen gelangen punktuell aus dem ganzen Land, und ohne spezialisierte Maschine würden sich die Entsorgungsfristen über Jahre hinziehen. Das heißt, die Entscheidung hat sowohl eine verteidigungs- als auch eine wirtschaftliche Dimension: weniger Belastung für staatliche Kapazitäten, schnellere Umwandlung des Metalls in finanzielle Ressourcen.

Detail zur Umbenennung der Kopijka

Der Einkauf fiel zeitlich mit der Abstimmung in der Werchowna Rada über die Umbenennung der Kopijka in „shah“ zusammen, doch die NBU betont, dass die Entscheidung zum Erwerb der Ausrüstung bereits 2024 geplant worden sei und es keine direkten Verbindungen zwischen den Ereignissen gebe. In diesem Zusammenhang ist wichtig, auf die Tatsache zu schauen: die Entsorgungsoperation ist technisch und wirtschaftlich, nicht symbolisch.

Fazit: was sich ändern wird

Die neue Maschine wird die Entsorgungszeit von mehr als neun Jahren auf etwa vier Jahre verkürzen – selbst wenn die Zuflüsse an Münzen andauern. Für den Staatshaushalt ist dies ein Weg, den Kleinstmetallbestand in nennenswerte Einnahmen zu verwandeln. Trotz der technischen Thematik ist das Ergebnis einfach: Es ist ein Beispiel für effektives Ressourcenmanagement in schwierigen Zeiten – wenn jede Hrywnja und jedes Kilogramm zählen.

Nun sind die Ausführenden gefragt: Wie schnell organisieren sie die Logistik für die Annahme der Münzen, und wie werden die erzielten Mittel verteilt. Von den Antworten hängt ab, ob diese Operation zu einem Beispiel rationaler Wirtschaftspolitik wird.

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