Nach intensiveren Beschuss bewerten Versicherer in Kyjiw Kriegsrisiken deutlich strenger

Sachversicherung in Kiew bleibt erschwinglich, allerdings mit strengerer Auswahl.

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Фото: depositphotos.com

In Kyjiw haben Versicherungsunternehmen nach der Intensivierung von Beschießungen begonnen, Kriegsrisiken strenger zu bewerten. Dies geht aus einem Artikel von LIGA.net hervor.

Versicherer in der Hauptstadt bieten verschiedene Versicherungsprodukte für Immobilien oder Autos an, die durch Kriegshandlungen beschädigt werden können.

„Es ist wichtig zu verstehen, dass der Versicherer nicht unbegrenztes Risiko übernimmt. Daher können auch in Kyjiw territoriale, zeitliche und finanzielle Beschränkungen, Haftungsgrenzen sowie eine Liste spezifischer Kriegsereignisse, die als Versicherungsfälle anerkannt werden, festgelegt werden", sagte Sergij Lytvynenko, Managing Partner der Aktiengesellschaft Winner Partners.

Die Versicherungsgesellschaft Universalna teilte mit, dass die Versicherung in der Hauptstadt zwar verfügbar bleibt, aber mit strengerer Auswahl.

„Nach der jüngsten Eskalation der Beschießungen haben wir die Zeichnungsansätze erheblich überprüft: Die Liste der für die Versicherung verfügbaren Gebiete wurde verkürzt und die Deckung für große Produktions- und Lagerobjekte ausgesetzt", teilte das Unternehmen mit.

Das Unternehmen präzisierte, dass es sich nicht um administrative Bezirke Kyjiwes handelt, sondern um Gebiete mit erhöhtem Risiko: Sollte der Underwriter der Ansicht sein, dass eine Wohnung ein zu großes Beschießungsrisiko hat, kann dem Kunden die Versicherung verweigert werden.

„Wir analysieren ständig die Häufigkeit und Art der Schäden, die Risikokonzentration und die kumulierte Statistik – und passen auf dieser Grundlage bereits unsere Produkte und Tarife an", sagte Mykola Matyka, Direktor der Abteilung für Einzelhandelsmittel der Versicherungsgesellschaft INGO.

Pavlo Stefanyzec, Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden für Geschäftsentwicklung von Arsenal Insurance, fügte hinzu, dass bei der Bestimmung des Versicherungsumfangs und der Bedingungen die Nähe zu kritischer und militärischer Infrastruktur sowie die Geschichte der Einschläge in der Umgebung des Objekts bewertet werden.

Kontext

  • Russland führt täglich Anschläge auf die Ukraine durch und beschießt zivile und Energieinfrastruktur, Wohnviertel und Städte. Die Besatzer haben 6200 „Shahed"-Drohnen angesammelt, teilte das Hauptdirektorat für Nachrichtendienste mit.
  • Im Juli 2026 war die Zahl der getöteten Zivilisten in der Ukraine infolge des Krieges die höchste seit Mai 2022, wie Daten der UN-Beobachtungsmission für Menschenrechte zeigen.

Sollte die Häufigkeit der Anschläge auf die Hauptstadt auf dem derzeitigen Niveau bleiben, wird sich der Immobilienversicherungsmarkt weiterhin auf weniger risikobehaftete Gebiete verengen, und Eigentümer von Objekten in der Nähe kritischer Infrastruktur werden immer häufiger ohne Deckung dastehen.

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Der Präsident hat die militärische Führung versammelt, um die Finanzierung der Armee für den Herbst- und Winterzeitraum sowie die Pläne Russlands zu erörtern. Die Frage ist nicht, ob Geld benötigt wird, sondern ob es rechtzeitig beschafft und ausgegeben werden kann, bevor die erste Welle von Angriffen auf die Energieinfrastruktur erfolgt.

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