Kommunalhaushalte erhielten mehr Mittel — aber reichen sie für die Bedürfnisse der Gemeinden?
Die lokalen Haushalte der Ukraine erhielten 2025 491,0 млрд грн an Steuereinnahmen — 13,4% mehr als 2024. Das ist nicht nur Statistik: dieses Geld finanziert die Gehälter von Lehrkräften, den Betrieb von Krankenhäusern, die Reparatur von Straßen und die lokale Infrastruktur, sodass Veränderungen bei den Einnahmen jede Gemeinde und jede Einwohnerin beziehungsweise jeden Einwohner spüren werden.
„Stabile und verantwortungsvolle Erfüllung der steuerlichen Verpflichtungen durch die Wirtschaft ist die Schlüsselbedingung für die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinden, die Finanzierung sozialer Programme und Infrastrukturprojekte.“
— Lesja Karnauch, amtierende Leiterin des Staatlichen Steuerdienstes
Woher dieses Geld stammt
- Einkommensteuer natürlicher Personen — 300,3 млрд грн (Steigerung um 16,6 %) — die größte Einnahmequelle für die lokalen Haushalte.
- Einheitssteuer — 76,4 млрд грн (+10,5 %).
- Vermögenssteuer — 58,3 млрд грн (+16,1 %).
- Akzise aus inländischen verbrauchsteuerpflichtigen Waren — 1,9 млрд грн (+13,7 %).
- Umweltsteuer — 1,6 млрд грн (+7,3 %).
- Tourismusabgabe — 359 млн грн (+31,5 %).
- Parkgebühren — 205,3 млн грн (+17,9 %).
- Die Einnahmen aus der Renten-/Pachtgebühr für die Nutzung von Bodenschätzen stiegen um 8,5 млн грн, was die finanzielle Basis der Gemeinden weiter stärkte.
Was das in der Praxis bedeutet
Das Wachstum der Einnahmen gibt der Lokalverwaltung mehr Möglichkeiten: von der Unterhaltung von Schulen und Kindergärten bis zur Erneuerung kommunaler Technik und örtlicher Straßen. Wachstum der Einnahmen ist jedoch keine automatische Garantie für qualitativ hochwertige Dienstleistungen: wichtige Entscheidungen über die Priorisierung von Ausgaben und Transparenz bei der Verwendung der Mittel sind erforderlich.
Das wirtschaftliche Umfeld und Analystinnen und Analysten weisen darauf hin, dass ein Teil des Zuwachses mit der Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit und der Verbesserung der Steueradministration zusammenhängt. Das ist ein sozialer Beleg: wenn die Wirtschaft funktioniert, erhalten die Gemeinden mehr Mittel.
Wenn die Einnahmenraten anhalten, kann die Lokalverwaltung mittelfristige Infrastrukturprojekte planen; wenn nicht, muss sie zusätzliche Finanzierungsquellen suchen oder Prioritäten neu bestimmen.
Eine Frage für die Gemeinden und die Lokalverwaltung: Wie genau sollen die zusätzlichen Mittel verteilt werden, damit sie die Lebensqualität jeder und jedes Einwohnerin und Einwohners maximal verbessern?