Vereinfachte Mehrwertsteuer — Vorbereitung auf Streichung der Privilegien für Einzelunternehmer im Jahr 2027

Die Regierung verspricht Einzelunternehmern eine vierteljährliche Berichterstattung und automatisches Ausfüllen von Erklärungen, doch dies ist ein Vorschuss vor der Abschaffung der Umsatzsteuerbefreiung für das vereinfachte System – eine Bedingung der IWF-Tranche in Höhe von 1,45 Milliarden Euro.

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Офіс податковиї консультантів (фото - Державна податкова служба)

Das Kabinett reichte in die Werchowna Rada einen Gesetzentwurf ein, der auf den ersten Blick wie ein Geschenk für Unternehmen aussieht: weniger Berichterstattung, weniger Inspektionen, mehr Automatisierung. Aber hinter den Formulierungen über "Vereinfachung der Verwaltung" verbirgt sich die Vorbereitung des Untergrunds für eine deutlich weniger angenehme Nachricht — die Abschaffung der Umsatzsteuerbefreiung für das vereinfachte Steuersystem, geplant für 2027.

Was ändert sich jetzt schon

Unternehmern, die Umsatzsteuer zahlen, wechseln von monatlicher zu vierteljährlicher Berichterstattung. Erklärungen und Rechnungen können teilweise automatisch ausgefüllt werden — auf der Grundlage von Daten, die die Steuerbehörde bereits von den Registrierern der Zahlungsoperationen hat. Der Unternehmer muss nur noch die Zahlen überprüfen und unterzeichnen.

Die Schwelle für außerplanmäßige Inspektionen bei der Umsatzsteuerrückerstattung oder negativen Werten ist um das Zehnfache gestiegen — von 100.000 Griwna auf 1 Million Griwna. Ausnahmen bleiben Fälle, in denen eine Schreibtischprüfung Verstöße aufdeckt, die nicht fernab überprüft werden können.

Warum gerade jetzt

Formell erfüllt das Dokument Verpflichtungen gegenüber der EU und dem IWF. Seine Verabschiedung ist eine Bedingung für den Erhalt der dritten Tranche makrofinanzieller Hilfe der Europäischen Union in Höhe von 1,45 Milliarden Euro. Das heißt, die Vereinfachung für Unternehmen ist weniger eine Fürsorge für Unternehmern, sondern eher eine technische Anforderung der Kreditgeber.

Das Finanzministerium versprach, dass die Vereinfachung der Verwaltung der Abschaffung der Umsatzsteuerbefreiung für das vereinfachte Steuersystem vorausgehen würde.

Praktische Schlussfolgerung für Unternehmer

Automatisches Ausfüllen von Erklärungen und seltere Berichterstattung — das ist kein Geschenk für immer, sondern eine Übergangsphase. Die Logik ist einfach: Zunächst das System und die Unternehmer lehren, im komfortableren Modus mit der Umsatzsteuer zu arbeiten, dann den Kreis derjenigen erweitern, die diese Umsatzsteuer zahlen. Die Reform wird vor allem Unternehmer mit höheren Umsätzen betreffen und wird schrittweise eingeführt — um massive Unzufriedenheit zu vermeiden.

Die Frage für 2026 lautet: Wird die Steuerbehörde die Automatisierung soweit ausbauen können, dass der Übergang zur Umsatzsteuer für einen Teil der vereinfachten Steuerzahler wirklich technisch problemlos ist, oder wird das Geschäft mit den alten Verwaltungsproblemen bereits ohne privilegierten Status konfrontiert.

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