Energiefront: Warum Strom zum Luxus wird
Die Lage im Energiesystem der Region Kiew bleibt aufgrund anhaltender Beschuss kritisch. Der Gemeindevorsteher erklärte offen, dass es technisch derzeit nicht möglich sei, die Spannung zu erhöhen, da die Erzeugung in der ganzen Region gering ist, doch die lokalen Dienste tun das Unmögliche, um das System zu halten.
- Keine Privilegien: In der Gemeinde gibt es keine Leitungen kritischer Infrastruktur, die dauerhaft versorgt werden — alle befinden sich unter gleichen Bedingungen.
- Vollständiger Sparmodus: Die Straßenbeleuchtung ist abgeschaltet, und die Unternehmen werden dringend aufgefordert, Beleuchtungen und Schilder abzuschalten, um die Netzbelastung zu reduzieren.
- Kampf um jede Adresse: In Horenytschi und Bilohorodka, wo seit mehreren Tagen kein Strom ist, arbeiten Energietechniker und lokale Fachkräfte rund um die Uhr an der Wiederherstellung.
"Wir nutzen jede Möglichkeit: Ein mobiler 24‑kW-Generator fährt durch die Gemeinde, um abwechselnd Einrichtungen mit Strom zu versorgen, und die Kommunalarbeiter speisen mit eigenen Mitteln sogar Mobilfunkmasten, damit die Menschen mit ihren Angehörigen in Kontakt bleiben"
– Антон Овсієнко, Gemeindevorsteher von Bilohorodka
Leben in der Krise: Wasser, Wärme und sozialer Schutz
Trotz der schwierigen Bedingungen passt sich die Gemeinde an und führt klare Überlebensalgorithmen ein, damit sich jeder Einwohner unterstützt fühlt.
Wasserversorgung und Wärme: Die Wasserversorgung erfolgt nach einem Zeitplan — von 6:00 bis 10:00 und von 18:00 bis 22:00. In Svyatopetrivske wurde der ausgefallene Generator bereits schnell repariert und die Wasserversorgung wiederhergestellt. Gleichzeitig arbeiten Bildungseinrichtungen dank autarker Stromversorgung im regulären Betrieb.
Fürsorge für die Menschen: Sozialdienste liefern täglich warme Mahlzeiten an alleinstehende ältere Menschen. Es wird daran gearbeitet, zusätzliche «Wärmepakete» bereitzustellen, um möglichst viele vulnerable Bevölkerungsgruppen zu erreichen.
Kontext: Der Preis jedes Tages der Standhaftigkeit
Westliche Analysten bezeichnen die ukrainische kommunale Resilienz oft als phänomenal, und die Zahlen aus Bilohorodka bestätigen dies. Täglich werden zur Sicherstellung des Lebens der gesamten Gemeinde rund 4.600 Liter Treibstoff verbraucht. Das ist der Preis dafür, dass Krankenhäuser, Schulen, Punkte der Unbeugsamkeit betrieben werden und 460 km verschneiter Straßen geräumt werden.
Wichtig für jeden: Die Punkte der Unbeugsamkeit sind rund um die Uhr geöffnet. Die Behörden bitten, große Geräte nacheinander zu laden, um eine Überlastung der Generatoren zu vermeiden. Im Notfall ist die 24-Stunden-Hotline erreichbar: 0800 301 119.


