Worum es geht
Kristen Stewart sagte gegenüber Entertainment Tonight (Bericht verbreitet durch Variety), sie sei bereit, den Neustart von „Twilight“ zu inszenieren — der Franchise, die in den Jahren 2008–2012 über 3 Mrd. US-Dollar an weltweiten Kinokassen einspielte und praktisch Stewarts eigene Karriere ins Rollen brachte. Ihre Äußerung wirkt nicht wie zufällige Nostalgie, sondern wie ein pragmatischer Schritt: Stewart nannte Bedingungen, die sie für ein solches Projekt als kritisch erachtet — ein großes Budget und breite Unterstützung durch die Fans.
Was Stewart genau sagte
„Ich würde sehr gern... schauen Sie. Mir gefällt, was Catherine [Hardwicke] gemacht hat, mir gefällt, was Chris [Weitz] gemacht hat, mir gefällt, was alle Regisseurinnen und Regisseure mit diesen Filmen gemacht haben… Sie waren so sehr sie selbst, seltsam und ein bisschen exzentrisch, und einfach so lebendig in der Zeit, als sie noch nicht ganz wussten, wer sie sind, bevor sie berühmt wurden.“
— Kristen Stewart, Schauspielerin und Regisseurin (Entertainment Tonight / Variety)
Sie sprach auch offen über die Notwendigkeit eines „großen Budgets“ und einer „Menge Liebe und Unterstützung“ seitens der Fans — ein deutliches Signal, dass ein Neustart großer Franchises sowohl Finanzierung als auch eine soziale Lizenz durch die Zuschauergemeinschaft braucht.
Kontext: Erbe und Risiken
Das „Twilight“-Franchise ist ein kommerzielles Phänomen mit einem starken Fan-Kern. Aber Kassenerfolg garantiert keine künstlerische Freiheit: Robert Pattinson sagte 2022 gegenüber GQ, dass er während der Dreharbeiten oft „wütend“ gewesen sei, weil die studioseitigen Ansätze nicht mit seiner Vorstellung übereinstimmten. Das erinnert daran, dass ein Neustart nicht nur einen Regisseurnamen braucht, sondern reale Unterstützung von Studio und Darstellern.
Warum das für die Branche (und für die Ukraine) wichtig ist
Es gibt mehrere Gründe, warum Stewarts Aussage über reines Interesse an Neustarts hinausgeht:
- Autorschaft in großen Franchises: Wenn eine Darstellerin zur Regisseurin eines Projekts mit großer Fanbasis wird, ist das ein Test dafür, ob Studios bereit sind, einer autonomen, autorenhaften Perspektive Raum zu geben.
- Anerkennung von Regisseurinnen: Stewart wurde von Variety in die Liste „10 Regisseurinnen und Regisseure, die man 2026 im Blick haben sollte“ aufgenommen — ein Signal, dass ihre Regiekarriere kritische Unterstützung erfährt und Erwartungen an die Rolle von Frauen in Blockbustern verändern könnte.
- Weiche Macht und Narrativbildung: Große Franchises prägen die kulturellen Bilder ganzer Generationen. Für das ukrainische Publikum ist das ein nützliches Fallbeispiel: wie eine autorische Position vertraute Geschichten neu denken und für mehr Repräsentation hinter der Kamera sorgen kann.
Reaktionen und nächste Schritte
Drei Parteien sind entscheidend: die Regisseurin, die/der Originaldarsteller(in) und das Studio. Stewart hat als Schauspiel-Ikone Autorität und Momentum, doch für die Umsetzung sind Entscheidungen der Produzenten und möglicherweise die Zustimmung der wichtigsten Darsteller erforderlich. Variety betont, dass Stewart derzeit sowohl kritische Aufmerksamkeit als auch berufliches Momentum nach ihrem Regiedebüt The Chronology of Water besitzt.
Fazit
Stewarts Aussage ist mehr als ein bloßes Star-Statement: sie stellt die Branche vor die Frage, ob sie große Marken in die Hände von Autorinnen und Autoren geben will, die sie anders sehen. Für Zuschauerinnen und Zuschauer und Fans ist die Frage einfach: Werden sie diese Transformation mit ihrer Aufmerksamkeit und ihrer Stimme in den sozialen Medien unterstützen? Und für die Studios: Sind sie bereit, in ein Projekt zu investieren, in dem ein autorischer Ansatz eine profitable Formel verändern könnte?
„Ja, natürlich, ich werde das Remake machen. Ich werde es tun! Ich bin fest entschlossen!“
— Kristen Stewart, Schauspielerin und Regisseurin (Entertainment Tonight / Variety)