Kurz
Robert Duvall, Oscar-Preisträger und eine der bekanntesten Persönlichkeiten des amerikanischen Kinos, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Laut CNN, das eine Erklärung seiner PR-Agentur zitiert, sei der Schauspieler „friedlich“ in seinem Haus in Middleburg, Virginia, von uns gegangen. In der Erklärung, die im Namen seiner Frau Luciana abgegeben wurde, hieß es außerdem, dass es keine offizielle Trauerfeier geben werde und die Familie darum bitte, sein Andenken durch das Anschauen eines Films, eine gute Erzählung am Tisch oder einen Ausflug aufs Land zu ehren.
Schlüsselrollen und Auszeichnungen
Duvall wurde berühmt als Meister der Charakterrolle — vom Concierge der Familie Corleone in „Der Pate“ bis zum Oberstleutnant Kilgore in „Apocalypse Now“. Er erhielt einen Oscar für die Hauptrolle in dem Film „Tender Mercies“ (1983) und war mehrfach für den Preis nominiert — insgesamt gehört sein Name zu den markantesten Schauspielern seiner Generation.
Neben seiner Schauspielkarriere versuchte sich Duvall auch als Regisseur und Drehbuchautor: Der Film „The Apostle“ (1997), den er schrieb, inszenierte und in dem er spielte, ist ein markantes Beispiel für seinen künstlerischen Anspruch, Fragen von Glauben und Moral zu behandeln. Selbst in den 2010er Jahren blieb er aktiv: 2014 erhielt er eine weitere Oscar-Nominierung für seine Rolle in „The Judge“.
"Er ist friedlich in seinem Haus gestorben, und die Familie bittet, sein Andenken zu ehren, indem man einen Film anschaut, eine Geschichte am Tisch erzählt oder aufs Land fährt."
— PR-Agentur, Erklärung im Namen seiner Frau Luciana
"Alle haben es des Geldes wegen getan."
— Robert Duvall, im Interview mit Bob Costas (über seine Absage zur Teilnahme am dritten «Der Pate»)
Warum das wichtig ist
Duvalls Rollen untersuchten oft komplexe moralische Dilemmata und die Folgen von Gewalt. In Kriegsfilmen und Werken über ihre Nachwirkungen (etwa „Apocalypse Now“) wurde er zu einer der Stimmen, die das öffentliche Bild von Konflikten prägten — nicht durch Pathos, sondern durch Detailtreue und Glaubwürdigkeit. Das hat auch für die Ukraine Bedeutung: In Zeiten von Informations- und kulturellen Auseinandersetzungen beeinflussen hochwertige künstlerische Bilder die Wahrnehmung von Krieg, die Fähigkeit der Gesellschaft, Konflikte kritisch zu reflektieren, und das Bewahren von Menschlichkeit.
Vermächtnis und Fazit
Robert Duvall hinterlässt ein Erbe an schauspielerischer Präzision und künstlerischem Mut — von Rollen als „harte Kerle“ bis hin zu unmanipulativen Studien über die menschliche Natur. Sein Beispiel zeigt, wie Kunst ein Instrument zum Verstehen komplexer Realitäten sein kann. Für jene, die am Wiederaufbau und an der Bewahrung kultureller Souveränität der Ukraine arbeiten, ist das eine Erinnerung: starke Geschichten und wahrhaftige Bilder sind ein Bestandteil der Widerstandsfähigkeit einer Nation.
Quellen: CNN (via UNN), Archivinterviews und die Filmografie von Robert Duvall.