Die Armee – Schutzschild der Ukraine: Jahresbilanz 2025 und Neujahrsansprachen von Syrskyj und Malyuk

Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und der Leiter des SBU zogen Bilanz des Jahres: von den angegebenen 420.000 neutralisierten Besatzern bis zur Operation «Pavutyna». Warum sind diese Ergebnisse wichtig für die Sicherheit und für künftige Friedensverhandlungen?

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Neujahrsansprachen im Kontext der Kampfergebnisse

Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Oleksandr Syrskyi, und der Leiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine, Vasyl Malyuk, wandten sich im Vorfeld des Jahreswechsels und der Weihnachtstage an die Bürger. Ihre Grüße verbanden Glückwünsche mit einer Bewertung der militärischen Errungenschaften des Jahres 2025 und betonten den wichtigsten Wunsch der Gesellschaft – einen gerechten und dauerhaften Frieden.

Zahlen und Argumente

Syrskyi hob hervor, dass die Ukraine heute eine der stärksten und erfahrensten Armeen der Welt habe. Als Beleg nannte er eine Zahl – nahezu 420.000 neutralisierte russische Besatzer im Jahr 2025 – und erklärte, dass dies ein Beweis für die Fähigkeit der Streitkräfte der Ukraine sei, Stand zu halten und dort zuzuschlagen, wo der Feind sich für sicher hielt.

Er betonte außerdem die Rolle moderner Technologien und fernreichender Schläge, die seiner Aussage nach täglich die „Kriegmaschinerie des Aggressors“ schwächen und die Bereitschaft Russlands verringern, den Krieg gegen die Ukraine fortzusetzen.

„In diesem Jahr haben wir dem Feind und der ganzen Welt eine einfache Wahrheit bewiesen. Unser stärkstes Argument sind die Streitkräfte der Ukraine. Eine Armee, die Stand hält gegen einen überlegenen Gegner und ihn dort treffen kann, wo er sich für unerreichbar hielt.“

— Oleksandr Syrskyi, Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine (ZSU)

Die Rolle des SBU und Schlüsseloperationen

Der Leiter des SBU, Vasyl Malyuk, bezeichnete 2025 als ein Jahr intensiver innerer und äußerer Gegenwehr gegen den Aggressor. Er zählte eine Reihe spektakulärer Operationen auf: Operation „Pavutina“, die Zerstörung von 41 Flugzeugen der strategischen Luftfahrt Russlands, die dritte Sprengung der Kertsch‑Brücke auf der besetzten Krim und die Beschädigung eines U‑Boots im Hafen von Noworossijsk. Seinen Angaben zufolge sind Teile dieser Erfolge das Ergebnis der Arbeit von Gegenspionage und Spezialeinheiten.

Malyuk sagte außerdem, dass „jeder sechste Panzer, der an der Front außer Gefecht gesetzt wurde, auf das Konto des SBU geht“ – das unterstreicht die Rolle des Geheimdienstes an der inneren Front, wo es nicht nur um Gegensabotage, sondern auch um gezielte Schläge gegen die Logistik und Technik des Feindes geht.

„Das sind 12 Monate verzweifelten Kampfes an der Linie der Gefechtsberührung, wo unsere Kämpfer die Ausrüstung der Besatzer in Schrott verwandeln... 365 Tage des Widerstands gegen die Eroberer an der inneren Front. Die ‚Rashisten‘ wollten unsere Verteidigung auf dem Schlachtfeld und im Inneren des Landes durchbrechen. Wir jedoch haben es ihnen nicht erlaubt.“

— Vasyl Malyuk, Leiter des SBU

Politischer und gesellschaftlicher Kontext

Der Präsident der Ukraine gratulierte am 24. Dezember ebenfalls den Bürgern zu Weihnachten und stellte fest, dass der innigste Wunsch der Gesellschaft Frieden sei. In den Ansprachen von Militärführung und Geheimdienst wird betont: Der Frieden muss gerecht sein, und um ihn zu erreichen, sei es notwendig, die operative Überlegenheit auf dem Schlachtfeld zu bewahren und die innere Sicherheit zu stärken.

Was bedeuten diese Ergebnisse für Ukrainer und ihre Partner?

Erstens bilden die genannten Errungenschaften nicht nur ein moralisches, sondern auch ein strategisches Argument – sie beeinflussen die Verhandlungsposition der Ukraine und die Bereitschaft der Partner zu weiterer Unterstützung. Zweitens werden Erfolge nicht nur an Zahlen zerstörter Technik gemessen, sondern auch an der Fähigkeit, die Gefechtsbereitschaft, die Logistik und die technologische Überlegenheit zu erhalten.

Experten mahnen: Um das Tempo nicht zu verringern, seien kontinuierliche Lieferungen, Ausbildung und die Integration neuer Systeme in die Kampfverbände erforderlich. Ohne dies drohten selbst beeindruckende operative Ergebnisse, nur ein vorübergehender Faktor zu bleiben.

Fazit

Die Bilanz des Jahres 2025, vorgetragen von Syrskyi und Malyuk, gibt Anlass, von einer erheblichen Stärkung der Verteidigungsfähigkeit zu sprechen. Ob dies jedoch ausreicht, um die Vorteile zu festigen, hängt von der Standhaftigkeit des Hinterlandes, der internationalen Unterstützung und der Fähigkeit ab, taktische Erfolge in strategische Ergebnisse zu verwandeln. Die Frage bleibt offen: Können wir diese Dynamik im nächsten Jahr festigen?

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