Die Operation und ihr Kern
Ein Verband der Luftlandetruppen der Streitkräfte der Ukraine führt offensive Operationen in der Richtung Oleksandrivka durch. Nach Angaben des Kommandos haben die Einheiten seit Beginn der Operation zusammen mit angrenzenden Kräften Aufklärungs‑ und Sabotagegruppen verdrängt und die Kontrolle über mehr als 300 km² Gebiet sowie über 8 Ortschaften wiederhergestellt. Dies ist Teil der Bemühungen, die Pläne des Gegners für ein weiteres Vorrücken in Richtung der Oblaste Dnipropetrowsk und Saporischschja zu durchkreuzen.
„Insgesamt lässt sich die Lage als sehr dynamisch beschreiben. Der Feind klammert sich an jeden Meter... aber trotz seines Widerstands erfüllen die Einheiten die gestellten Aufgaben und befreien Schritt für Schritt das eigene Land.“
— Kommando der Luftlandetruppen der Streitkräfte der Ukraine
Was faktisch bekannt ist
Offiziell: Das Kommando der Luftlandetruppen bestätigt erfolgreiche Offensive und abgewehrte Gegenangriffe des Gegners. Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete am 20. Februar ebenfalls über die Befreiung von rund 300 km² im Süden. Das ukrainische Projekt DeepState dokumentiert eine Verringerung des besetzten Territoriums und eine Zunahme der Grauzone in der betreffenden Richtung, wobei die Karten mit Verzögerung aktualisiert werden.
Der Sprecher der Verteidigungskräfte des Südens sagte in einem Interview mit LIGA.net, einer der Erfolgsfaktoren seien operative Umstände rund um die Kommunikation gewesen (unter anderem wird die Blockierung von Starlink durch die Russen als ein Faktor genannt), das Kommando betont jedoch, dass das Ergebnis von einem Bündel von Maßnahmen, der Technik und der Ausbildung des Personals beeinflusst werde.
Warum das wichtig ist
Die Richtung Oleksandrivka ist eine Übergangszone, in der die Oblaste Donezk, Dnipropetrowsk und Saporischschja aufeinandertreffen. Die Haltung und die schrittweise Zerschlagung gegnerischer Verbände hier begrenzen deren Vorstöße in die Tiefe der Dnipropetrowsk‑Region, verkomplizieren die Logistik und ermöglichen es, vorteilhaftere Positionen für weitere Operationen zu etablieren. Analysten weisen darauf hin: Selbst lokale Erfolge an solchen Knotenpunkten können das taktische Gleichgewicht über Hunderte Kilometer Front verändern.
Einschränkungen und Warnhinweise
Das Kommando der Luftlandetruppen betont, dass die aktive Phase der Operation andauert, weshalb es noch zu früh ist, von endgültigen Ergebnissen zu sprechen. Die Einschätzung der Fläche und der kontrollierten Ortschaften kann im Zuge des Vorrückens und der Bestätigung von Daten präzisiert werden.
„Solange die aktive Phase der Operation andauert, ist es jedoch verfrüht, von ihren endgültigen Ergebnissen zu sprechen.“
— Kommando der Luftlandetruppen der Streitkräfte der Ukraine
Wie es weitergeht
Das ist ein wichtiger taktischer Schritt – doch um vorübergehende Erfolge in ein dauerhaftes strategisches Ergebnis zu überführen, sind logistische Versorgung, Artillerieunterstützung und fortgesetzte Aufklärung erforderlich. Auch internationale Partner spielen eine Rolle: Ausrüstung und Aufklärungsdaten erhöhen die Chancen, das Erreichte zu befestigen. Die Frage für die nächste Phase lautet: Wird es gelingen, diese Positionen zu sichern und die zurückeroberten Kilometer schrittweise in eine stabile Linie zu verwandeln, die mögliche neue Vorstöße des Gegners erschwert?
Quellen: offizielle Mitteilungen des Kommandos der Luftlandetruppen, Erklärung des Präsidenten der Ukraine (20.02), Analyseprojekt DeepState, Interview des Sprechers der Verteidigungskräfte des Südens mit LIGA.net.