Hnatov: Russland betreibt eine massive Informationsoperation gegen die Ukraine

Generalstabschef Andrij Hnatov erklärte, dass Russland im Zusammenhang mit den Friedensverhandlungen eine umfangreiche Informations- und psychologische Operation gegen die Ukraine führe. Er bezeichnete die Ergebnisse der Verhandlungen in Genf als fortschrittlich und konstruktiv.

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Russland führt gegen die ukrainische Gesellschaft eine hochgradig leistungsstarke informations‑ und psychologische Operation im Kontext der Verhandlungen über einen Friedensplan. Das sagte der Chef des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine, Andrij Hnatov, der an Gesprächen mit den USA in der Schweiz teilgenommen hatte, in einem Interview mit LIGA.net.

Zuvor berichtete Bloomberg, dass russische Beamte die von der Ukraine und Europäern ausgearbeitete Version des Friedensplans als aussichtslos bezeichnet hätten, weil sie für die Russische Föderation weit ungünstigere Bedingungen enthalte als das ursprüngliche Dokument. Die Journalistin fragte den Militärangehörigen nach dieser Haltung Moskaus.

"Ich kann diese Aussage nicht kommentieren, ich habe sie nicht gehört. Auf dem Schlachtfeld werden sie das zeigen, was sie immer zeigen. Jegliche für Russland wichtigen Ereignisse gingen immer mit Ausbrüchen von Aggression einher. Was im Übrigen heute Nacht geschehen ist"

— antwortete er und bezog sich damit auf die massierte russische Attacke auf die Ukraine am 25. November.

Diplomatische Arbeit läuft weiter

Gnatov wies darauf hin, dass Ausbrüche von Aggression nicht das Ende der diplomatischen Arbeit bedeuten. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Gespräche des US-Heeresministers Den Driscoll mit der russischen Seite.

"Das Treffen [von Driscoll] hat stattgefunden. Es wird hart gearbeitet. Natürlich wird es viele Manipulationen geben. Russland führt eine sehr starke informations‑ und psychologische Operation durch, um unsere Gesellschaft zu zerschlagen und sie zu entmutigen"

— betonte der Generalstabschef.

Ergebnisse der Verhandlungen in Genf

Gnatov fügte hinzu, dass im Zusammenhang mit den Verhandlungen in Genf binnen weniger Stunden mehrere emotionale Informationswellen voller Spekulationen und Hysterie entstanden seien, obwohl tatsächlich konstruktiv gearbeitet worden sei.

"Das Ergebnis ist sehr fortschrittlich. Das ist eine gute Grundlage. [...] Die Fragen, die die Streitkräfte betreffen, haben wir sehr gründlich erarbeitet. Und wir haben uns darauf festgelegt, was den nationalen Interessen der Ukraine entspricht"

— berichtete der Militär.

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