Bestechung für einen Aufschub: In Riwne wurde der stellvertretende Leiter des Territorialen Rekrutierungszentrums (TRZ) verhaftet — was das für das Mobilisierungssystem bedeutet

Das DBR dokumentierte eine Masche, bei der ein Beamter 10–12.000 US-Dollar nahm und Autos auf Strohmänner anmeldete. Wir erklären, warum das mehr ist als ein einzelnes Strafverfahren — es ist ein Risiko für das Vertrauen in das System und für die Sicherheit des Landes.

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Kurz

Das Staatliche Untersuchungsbüro hat gegen den stellvertretenden Leiter des territorialen Zentren zur Rekrutierung der Oblast Riwne (ТЦК) einen Tatverdacht bekannt gegeben. Ihm wird vorgeworfen, Bestechungsgelder – unter anderem in Form von Autos – für die Ausstellung von Mobilisierungsaufschüben zu fordern. Der Beamte wurde in Haft genommen, kann jedoch gegen eine Kaution in Höhe von 2,3 Mio. UAH freikommen; die Strafandrohung des Artikels sieht bis zu 10 Jahre Haft mit Konfiskation vor.

Was die Ermittler dokumentierten

Nach Angaben des ДБР soll der Beamte von Einberufenen zwischen $10.000 bis $12.000 verlangt haben, je nach dem Grund für einen Aufschub oder die Aberkennung der Fahndungsnotiz. Denjenigen, die sich weigerten zu zahlen, soll er mit künstlichen Hindernissen im Verfahren gedroht haben. Einen Teil des Geldes habe der Beschuldigte zur Anschaffung eines Fahrzeugs verwendet und es auf eine Strohpuppe registrieren lassen; das Auto wurde ihm faktisch zur Nutzung übergeben.

„Na gut, kümmert euch drum. Damit ich am Sonntag schon mit diesem Auto fahre. Den Betrag — acht — holst du bei mir.“

— Audiomitschnitt, ДБР

Die Ermittler dokumentierten außerdem Gespräche über den Besitz von zwei Autos durch den Verantwortlichen (Audi Q7 und BMW 5) und über Verkaufsanzeigen, die offenbar dazu dienten, die Herkunft der Mittel zu verschleiern. Nach dem Kauf des Autos wurde einer der betrogenen Männer aus der Fahndung genommen, und er konnte die Unterlagen ordnungsgemäß ausstellen lassen.

Schematisches Bild: kein Einzelfall

Dieser Fall passt in ein größeres Muster: Kürzlich erklärte das Höhere Antikorruptionsgericht die Vermögenswerte des ehemaligen Leiters des Zaporizhzhia ТЦК in Höhe von 3,8 Mio. UAH für unbegründet, und in Mykolajiw gingen dutzende Beschwerden über die Arbeit des örtlichen ТЦК ein. Die Entscheidungen der Strafverfolgungsbehörden der letzten Wochen deuten auf systemische Risiken in den Bereichen Personalbeschaffung und personelle Kontrolle hin.

Warum das für den Leser wichtig ist

Solche Schemata untergraben zwei zentrale Dinge: Einsatzbereitschaft und gesellschaftliches Vertrauen. Wenn für die Verteidigung des Landes Entscheidendes nicht nach Gesetz und Bedarf, sondern gegen korruptive Zahlungen verteilt wird, leidet nicht nur der Ruf staatlicher Stellen – beeinträchtigt wird auch die Effektivität der Mobilisierung und die Sicherheit an der Front.

Was der Staat tun muss

Ein wirksames Vorgehen hat mehrere Bestandteile: eine schnelle und transparente Untersuchung, öffentliche Ergebnisse der Verfahren, eine Verstärkung der internen Revision in den ТЦК und eine systematische Überprüfung verdächtiger Vermögenswerte. Antikorruptionsexperten betonen, dass nur die Kombination aus strafrechtlicher Verantwortung und administrativen Maßnahmen (Entlassungen, Prüfungen) das Vertrauen der Bürger wiederherstellen wird.

Fazit

Der Fall betrifft nicht nur einen Beamten und ein Auto. Er ist eine Bewährungsprobe für das Rekrutierungssystem: Können die Institutionen die Prozesse säubern und sicherstellen, dass Entscheidungen über Aufschübe und die Aberkennung von Fahndungsnotizen gesetzmäßig und transparent getroffen werden? Weiteres bleibt der Ermittlung und der Prüfung vorbehalten. Die zentrale Frage bleibt offen: Werden diese aufsehenerregenden Verdachtsmomente in systemische Veränderungen münden?

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