Was passiert ist
In der Nacht zum 20. Januar und am Morgen führte Russland massierte Angriffe mit Kampfdrohnen und Raketen gegen mehrere Regionen der Ukraine durch. Nach Angaben der regionalen Militärverwaltungen und des Staatlichen Dienstes für Notsituationen (DSNS) wurden Schäden in den Regionen Kiew, Odessa, Winnyzja, Dnipropetrowsk, Poltawa und anderen registriert.
„Infolge des massierten Angriffs im Bezirk Bucha erlitt ein 50-jähriger Mann eine tödliche Verwundung. Die Mediziner konnten ihn nicht retten.“
— Mykola Kalashnyk, Leiter der Kiewer OVA
In Kiew wurde zudem eine Person verletzt, über 5 600 Mehrfamilienhäuser blieben ohne Heizung, das linke Ufer steht ohne Wasserversorgung. Zwei Tankstellen wurden beschädigt.
„Beim Morgengrauen hat der Feind erneut die zivile Infrastruktur der Region angegriffen – die Schläge richteten sich gegen Wohnviertel und die Energieversorgung.“
— Oleh Kiper, Leiter der Odessaer OVA
In der Stadt Tschornomorsk traf eine Drohne ein Wohnhochhaus; Fassade und Verglasung wurden beschädigt. Im Bezirk Odessa gab es Schäden an einer Energieanlage. In der Region Winnyzja wurde nach Angaben der Leiterin der OVA Nataliya Zabolotna ein Objekt kritischer Infrastruktur getroffen.
„In Dnipro wurde ein Unternehmen verwüstet, es brach ein Brand aus; ein Hochhaus, Infrastruktur und fünf Autos wurden beschädigt. Zwei Frauen im Alter von 76 und 67 Jahren wurden verletzt.“
— Oleksandr Hanzha, Leiter der Dnipropetrowsker OVA
In der Region Poltawa wurde in der Nacht ein Industrieobjekt getroffen – es kam zu Bränden, die Rettungskräfte löschten sie, berichtet der Staatliche Dienst für Notsituationen.
Folgen für die Gemeinden
Beschädigungen der Energie- und Haushaltsinfrastruktur in frostiger Jahreszeit erhöhen die Risiken für die Zivilbevölkerung massiv: von Ausfällen bei Heizung und Wasser bis zu erschwertem Zugang für Rettungsdienste und Feuerwehren. Mehrere Regionen spüren bereits die praktischen Konsequenzen – von zerstörten Wohngebäuden bis zu Toten und Verletzten.
Warum das geschieht – Kontext
Experten und Regierungsvertreter weisen immer wieder darauf hin: Angriffe auf die Energieinfrastruktur verfolgen ein strategisches Ziel – der Versuch, der Zivilbevölkerung während der Kälteperiode systematische Unannehmlichkeiten zu bereiten. Am 19. Januar hatte Präsident Selenskyj noch vor der Gefahr eines neuen großangelegten Beschusses gewarnt; nun hat sich diese Warnung in konkreten Schlägen gegen kritische Objekte manifestiert.
Was die Dienste tun und was zu erwarten ist
DSNS, regionale Verwaltungen und Energieunternehmen arbeiten an der Beseitigung von Bränden, an der Wiederherstellung beschädigter Infrastruktur und an der Minimierung von Notabschaltungen. Die vollständige Wiederherstellung wird jedoch Zeit und Ressourcen benötigen – sowohl technischer als auch finanzieller Art.
Analysten des Energiesektors weisen darauf hin: Zur Verringerung der Verwundbarkeit sind systematische Investitionen in Reserveerzeugung, mobile Stromquellen und eine schnelle materiell-technische Verstärkung lokaler Netze notwendig – ein Teil davon muss von internationalen Partnern kommen.
Fazit
Diese Angriffe sind Teil einer deutlich erkennbaren Taktik: die häusliche Sicherheit zu untergraben und die gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit zu schwächen. Die Fakten heute: Tote, Verletzte, umfangreiche Schäden und Stromausfälle. Der nächste Schritt sind die rasche Wiederherstellung der Infrastruktur und die Verstärkung von Schutzmaßnahmen sowie staatliche und internationale Unterstützung, die Erklärungen in konkrete Mittel zur Wiederherstellung verwandelt.