Position des Verteidigungsministeriums
Verteidigungsminister Михайло Федоров erklärte bei einem Treffen mit Medien, das von LIGA.net zitiert wird, die Schaffung von Einheiten, die sich auf die Aufspürung und Neutralisierung russischer Drohnenoperatoren spezialisieren. Das sei nicht nur ein neuer Name – so der Minister, es gehe um eine eigene taktische Ebene und eine eigene Personalstruktur.
"Unsere Aufgabe ist es, russische Drohnenoperatoren vom Gefechtsfeld zu verdrängen. Einheiten zu bilden, die gezielt auf Drohnenoperatoren Jagd machen"
— Михайло Федоров, Verteidigungsminister (laut LIGA.net)
Was bereits unternommen wird und warum es kein Experiment ist
Федоров betonte, dass solche Einheiten bereits gebildet werden, jedoch skaliert werden müssen: andere Personalstruktur, andere Doktrin für den Drohneneinsatz. Der Minister nannte die Operation unter dem Codenamen Code 9.2 in Kupjansk als taktisches Schaufenster des Ansatzes, der vervielfältigt werden solle.
"Sie haben eine andere Personalstruktur und eine andere Doktrin für den Drohneneinsatz. Kürzlich führten sie mit Code 9.2 eine einzigartige Operation in Kupjansk durch. Diese Taktik funktioniert, daher gehört die Zukunft drohnen-gestützten Sturmverbänden. Sie werden noch von ihnen hören"
— Михайло Федоров, Verteidigungsminister (laut LIGA.net)
Kontext: warum das gerade jetzt passiert
Analysten weisen darauf hin: Die russische Eskalation beim Einsatz von Angriffsdrohnen geht zuletzt nicht nur mit einer Vermehrung der Bestände an "Schahids" einher, sondern auch mit einer Aufstockung des Personals, das diese steuert. So bemerkte der Waffenspezialist der Publikation Defense Express, Киричевський, dass der Angriff auf Kiew am 27. Dezember auf eine erhöhte Aktivität und personelle Ressourcen des Gegners hinweise.
Außerdem, so der Analyst Сирський, planen die Russen, im Jahr 2026 die Zahl des UAV-Personals deutlich zu erhöhen — auf über 160.000 Personen, was die Frage der Bekämpfung von Operatoren für die Verteidigung kritischer Infrastruktur und rückwärtiger Versorgungswege zu einer kritischen Aufgabe macht.
Was das praktisch bedeutet
Der Wechsel von reaktiver Luftabwehr zu proaktiver Aufspürung von Operatoren verlagert den Schwerpunkt: mehr Aufklärung, elektronische Kriegführung, Konterspionage und gezielte Schläge gegen die Führungs‑ und Kontrollinfrastruktur des Gegners. Für den Lesenden heißt das schlicht: Die Wirksamkeit gegen Drohnenoperatoren hat direkte Auswirkungen auf die Sicherheit von Infrastruktur und das Leben von Menschen in frontnahen Gebieten.
Fazit
Die Initiative des Verteidigungsministeriums hat taktische Grundlagen und wird durch Feldoperationen und Analysten bestätigt. Die zentrale Frage bleibt jedoch Umfang und Ressourcen: Reichen ausgebildetes Personal, Technik und internationale Unterstützung aus, um die Idee in einen nachhaltigen Verteidigungsmechanismus zu überführen? Bislang ist die Logik eines Übergangs zu proaktiven Maßnahmen erkennbar — entscheidend wird ihre Integration in das Gesamtsystem der Verteidigung und die Unterstützung durch Partner sein.