Friedensplan am Scheideweg: Marco Rubio warnt vor Illusionen vor dem Treffen in Miami

Der diplomatische Marathon um das Ende des Kriegs in der Ukraine tritt in seine schwierigste Phase ein. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte das Vorhandensein eines gewissen „Fortschritts“, warnte jedoch, dass die schmerzhaftesten Fragen weiterhin ungelöst bleiben. Während Washington sich auf eine weitere Runde von Konsultationen in Miami vorbereitet, bleiben die Positionen der Seiten in territorialen und sicherheitsbezogenen Fragen diametral entgegengesetzt.

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ВАШИНГТОН, ОКРУГ КОЛУМБІЯ – 7 ЛИСТОПАДА: Державний секретар США Марко Рубіо (Фото Роберто Шмідта/Getty Images) | Getty Images
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Nach Angaben von Marco Rubio unternimmt die US-Regierung enorme Anstrengungen, um Berührungspunkte zwischen den Positionen Kiews und Moskaus zu finden. Er betonte jedoch: Die Vereinigten Staaten helfen lediglich bei der Suche nach einem Kompromiss, die endgültige Entscheidung müssten direkt die Ukraine und Russland treffen. «Die schwierigsten Fragen bleiben in der Regel zum Schluss», — resümierte der US-Außenminister in einem Kommentar für Politico.

Donbass: «Freie Zone» oder Besetzung?

Einer der umstrittensten Punkte der Diskussion war das Schicksal des Donbass. Quellen, die den Verhandlungen nahe stehen, berichten, dass die Idee einer sogenannten «freien Wirtschaftszone» auf den von der Ukraine derzeit kontrollierten Gebieten geprüft wird, vorausgesetzt, dass reguläre Truppen von dort abgezogen werden. Wolodymyr Selenskyj zeigte sich zurückhaltend bereit, wirtschaftliche Modelle zu erörtern, jedoch nur unter der Bedingung strikter Garantien, dass Russland diese Gebiete nicht gewaltsam annektieren wird.

Zugleich demonstrierte Putin bei seiner Jahres-Pressekonferenz am 19. Dezember erneut eine kriegerische Haltung. Er sprach von «Erfolgen an der Front» und betonte, dass der Kreml auf der vollständigen Anerkennung der besetzten Gebiete als russisch bestehe. Mehr noch: Der Diktator drohte, die restlichen Teile der Oblaste Donezk und Luhansk «gewaltsam einzunehmen», falls Kiew seine Bedingungen nicht akzeptiere.

Sicherheitsgarantien: Kampf um «Artikel 5»

Für die ukrainische Seite bleiben rechtliche Sicherheitsgarantien, die vom US-Kongress gebilligt werden, die Grundlage jeder Vereinbarung. Es geht um Schutz, der dem Artikel-5-Prinzip der NATO entspricht. Wolodymyr Selenskyj hat wiederholt betont: Ohne einen echten Abschreckungsmechanismus wäre jeder Frieden nur eine Unterbrechung vor einem neuen Vorstoß Russlands.

Die russische Delegation ihrerseits lehnt jede Präsenz westlicher Friedenstruppen oder «NATO-Garantien» für die Ukraine kategorisch ab. Das schafft eine Pattsituation, die an diesem Wochenende in Miami zu lösen versucht werden soll.

Treffen in Miami: Wer führt die Verhandlungen?

In Miami wird ein Treffen des Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner mit dem russischen Vertreter Kirill Dmitrijew erwartet. Zuvor wird die amerikanische Seite Konsultationen mit der ukrainischen Delegation unter der Leitung von Rustem Umerov durchführen.

Marco Rubio räumt ein: Der Zeitpunkt für die Unterzeichnung einer Vereinbarung ist unbekannt. Dies könnte in den kommenden Wochen geschehen, oder sich über Monate hinziehen. Es besteht auch ein reales Risiko, dass überhaupt keine Einigung erzielt wird, aufgrund der Unnachgiebigkeit des Kremls.

«Wir versuchen zu verstehen, womit die Ukraine leben kann, und womit — Russland. Es geht nicht darum, den Willen der USA aufzuzwingen, sondern darum, Überschneidungen der Interessen zu finden, falls das überhaupt möglich ist»

— Marco Rubio, US-Außenminister

Für die Ukraine ist es wichtig, sich daran zu erinnern: Jeder Friedensplan muss auf dem Respekt vor der Souveränität und dem Völkerrecht basieren. Die Erfahrungen früherer «Absprachen» mit Russland zeigen, dass nur Stärke und dokumentierte Garantien eine verlässliche Bürgschaft für Stabilität sind.

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