Parlament Moldaus hat das Abkommen mit Russland aufgekündigt und will das „Russische Haus“ in Kischinau schließen

Das Parlament Moldaus hat das Abkommen mit der Russischen Föderation über Kulturzentren denunziert — dem Beschluss vom 27. November stimmten 57 Abgeordnete zu; wegen einer Verletzung des Luftraums und des Risikos von Desinformation wird das „Russische Haus“ geschlossen.

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Entscheidung des Parlaments

Das Parlament der Republik Moldau stimmte am 27. November in zweiter Lesung für die Kündigung des Abkommens mit Russland über die Einrichtung und den Betrieb von Kulturzentren. Für den Entwurf stimmten 57 Abgeordnete. In Chișinău wird das "Russische Haus" geschlossen.

Gründe und Reaktionen

Das Außenministerium hatte den Entwurf ausgearbeitet, nachdem im Februar 2025 russische Drohnen den Luftraum Moldaus verletzt hatten. Dem russischen Botschafter wurde eine Protestnote übergeben; vor das Gebäude des Ministeriums wurde eine russische Drohne gebracht.

Befürworter der Kündigung weisen darauf hin, dass das Zentrum der Botschaft der Russischen Föderation unterstellt ist und von "Rossotrudnichestvo" finanziert wird, das unter internationalen Sanktionen steht.

In der EU wird "Rossotrudnichestvo" als zentrales staatliches Organ eingestuft, das die Soft Power des Kremls und seinen hybriden Einfluss projiziert, einschließlich der Förderung des sogenannten Konzepts der "russischen Welt"

Geschichte des Abkommens

Das Abkommen zwischen Moldau und Russland wurde 1998 unterzeichnet. Auf dessen Grundlage wurde 2009 in Chișinău ein russisches Kulturzentrum eröffnet. Die Initiatoren der Maßnahme betonen, dass das Abkommen unter den heutigen Bedingungen zur Verbreitung verzerrter Narrative genutzt werden könnte und eine Gefahr für die Informationssicherheit Moldaus darstellt.

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