Stefanchuk nannte fünf „rote Linien“ der Ukraine bei den Friedensverhandlungen

Der Vorsitzende der Werchowna Rada Ruslan Stefanchuk hat fünf "rote Linien" der Ukraine in den Friedensverhandlungen genannt. Dazu gehören die Weigerung, die Besetzung von Gebieten anzuerkennen, der Erhalt der Verteidigungskräfte und das Recht, künftige Allianzen zu wählen.

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Die Ukraine ist zum Frieden bereit, hat aber ihre eigenen "roten Linien", die unantastbar sind. Das erklärte der Vorsitzende der Werchowna Rada, Ruslan Stefanchuk, auf dem vierten parlamentarischen Gipfel der Internationalen Krimplattform.

Fünf Grundprinzipien

Stefanchuk nannte die Bedingungen, gegen die die Ukraine nicht verstoßen wird:

Keine rechtliche Anerkennung der russischen Besetzung ukrainischer Gebiete. Die Ukraine wird die Annexion ihrer Regionen niemals anerkennen.

Keine Beschränkungen für die Verteidigungskräfte der Ukraine. Die Streitkräfte bleiben voll funktionsfähig, ohne Kürzungen oder Einschränkungen.

Kein Veto gegen das Recht, künftige Allianzen zu wählen. Die Ukraine wird ihren Weg eigenständig bestimmen, insbesondere in Bezug auf einen NATO-Beitritt.

Das Prinzip "nichts über die Ukraine ohne die Ukraine" und "nichts über Europa ohne Europa". Jeder echte Friedensprozess muss die Position Kiews und der europäischen Partner berücksichtigen.

Erhalt von Sprache, Glauben und nationaler Identität. Die Ukraine wird nicht auf ihre kulturelle Eigenständigkeit verzichten.

Position des Sprechers

Stefanchuk betonte, dass niemand das Recht habe, diese Linien zu überschreiten – weder physisch, noch rechtlich, noch moralisch. Als wichtigen Bestandteil eines realen Friedensplans nannte er den Ausbau der Verteidigungsfähigkeiten der Ukraine.

Kontext der Verhandlungen

Am 23. November erklärte der US-Außenminister Marco Rubio, es gebe nach dem Treffen der Delegationen der Ukraine und der USA in Genf erhebliche Fortschritte in den Verhandlungen.

Am nächsten Tag sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Ukraine befinde sich in einem kritischen Moment. Er fügte hinzu, dass es um den Friedensplan viel Lärm in den Medien und politischen Druck gebe.

Donald Trump erklärte, man solle nicht an einen "bedeutenden Fortschritt" zwischen der Ukraine und Russland glauben, solange dieser nicht sichtbar wird.

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