Operative Lage
Am Pokrovsk-Abschnitt herrscht die schwierigste operative Lage: nach Einschätzung des Kommandos werden täglich etwa 40–50 Gefechtskontakte registriert. Russland versucht, den Druck zu verstärken — Verlegungen von Reserven, Infiltrationen und anhaltende Angriffe machen den Sektor hochdynamisch und kräftezehrend für beide Seiten.
"Unsere Streitkräfte setzen alle Kräfte ein, um das Vorrücken des Feindes zu stoppen und seine Personalstärke und Technik zu vernichten. Der nördliche Teil von Pokrovsk steht unter unserer Kontrolle. Wir stoppen den Gegner in Myrnohrad. Wir führen eine aktive Verteidigung."
— Oleksandr Syrskyi, Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine
Was das Kommando unternimmt
Nach Angaben Syrskys führen die Brigaden ein Bündel konkreter Maßnahmen durch: Verstärkung der Frontstellungen, Aufbau tieferer Verteidigungslinien, Sicherstellung des reibungslosen Betriebs wichtiger logistischer Routen und Schutz des Lebens des Personals. Es geht nicht nur um die Frontlinie — es geht um Nachschubrouten für Munition, die Evakuierung Verwundeter und die Sicherstellung der Lebensgrundlagen der Zivilbevölkerung im Rückraum.
Operative Meldungen bestätigen: Am 28. Dezember 2025 verzeichnete das Kommando der Nationalgarde lokale Gegenstöße bei Pokrovsk, und am 2. Januar 2026 traf ein Schlag von HIMARS-Systemen gegnerische Technik. Solche Maßnahmen zeigen die Kombination aus defensiven und punktuellen offensiven Aktionen.
Kontext und Folgen für die Sicherheit
Warum ist das für jede:n Ukrainer:in wichtig? Erstens bewahrt die Verteidigung der Pokrovsk–Myrnohrad-Agglomeration strategische Kommunikationswege und verringert das Risiko größerer Durchbrüche ins Hinterland. Zweitens reduziert jeder in Logistik und präzise Feuerangriffe investierte Ressource menschliche Verluste und ermöglicht es, die Initiative in anderen Frontabschnitten zu halten.
Analysten sowohl in der Ukraine als auch im Westen weisen darauf hin: Wenn der Gegner weiterhin Personal aufbaut, würden die Kämpfe in eine erschöpfende Abnutzungsschlacht übergehen. Unsere Vorteile — Tiefe der Verteidigung, mobile Feuerkräfte und die Fähigkeit zu lokalen Gegenstößen — bleiben nur bei stabiler Unterstützung durch die Partner erhalten.
Kurzfazit
Der Pokrovsk-Abschnitt ist heute eine Bewährungsprobe für das Verteidigungssystem: von taktischen Entscheidungen vor Ort bis zur Versorgung mit Ausrüstung und Munition. Die Aufgabe der Verteidigungskräfte ist klar — die Kampffähigkeit zu erhalten und das Leben der Verteidiger zu schützen. Nun sind die Partner am Zug: Werden wir die notwendigen Mittel erhalten, um die aktuellen Anstrengungen in eine dauerhafte Stabilität an der Front zu verwandeln?