Gegen den Fahrer von Anthony Joshua wurden nach einem Unfall in Nigeria vier Anklagen erhoben — zwei Trainer kamen ums Leben

Gegen den 46‑jährigen Fahrer eines britischen Boxers wurden Anklagen wegen eines tödlichen Unfalls bei Lagos erhoben. Wir beleuchten, welche Straftatbestände ihm vorgeworfen werden, warum das für den Sport und die Sicherheit reisender Athleten von Bedeutung ist und was als Nächstes zu erwarten ist.

29
Aktie:

Kurz

Die nigerianische Polizei hat den Fahrer des britischen Boxers Anthony Joshua beschuldigt, an einem Unfall in der Nähe von Lagos beteiligt gewesen zu sein, bei dem zwei Menschen – die Trainer des Sportlers – ums Leben kamen. Die Information veröffentlichte Sky News unter Berufung auf lokale Strafverfolgungsbehörden.

Anschuldigungen und Verhandlungstermin

Den Angaben der Behörden zufolge wurden gegen den 46‑jährigen Adeniyi Moboladeji Kayode vier Anklagepunkte erhoben: gefährliches Fahren mit Todesfolge, unvorsichtiges und fahrlässiges Fahren, Fahren ohne gebührende Aufmerksamkeit sowie Fahren ohne gültigen nationalen Führerschein. Der Beginn der Verhandlung ist für den 20. Januar angesetzt.

Was genau passiert ist

Der Unfall ereignete sich am 29. Dezember in der Nähe von Lagos: Ein schwarzer Lexus‑Geländewagen mit Joshua auf dem Rücksitz kollidierte mit einem Lastwagen. Bei dem Zusammenstoß kamen Latif Ayodele und Sina Gami ums Leben – beide waren Trainer des Boxers. Anthony Joshua erlitt leichte Verletzungen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Sportlicher Kontext

Der Vorfall geschah wenige Tage nach dem Kampf in Miami, bei dem Joshua Jake Paul durch K.o. besiegte. Im Profibereich traf der Brite zweimal auf den ukrainischen Champion Oleksandr Usyk: im September 2021 und im Rückkampf im August 2022, beide Kämpfe endeten mit Punkten zugunsten Usyks. Diese Chronologie verstärkt die mediale Aufmerksamkeit für den Vorfall – es handelt sich um eine öffentliche Person, deren Reisen und Umfeld sofort Gegenstand von Untersuchungen werden.

"Das berichtete Sky News unter Berufung auf die Polizei des Landes."

— Sky News (unter Berufung auf die nigerianische Polizei)

Warum das wichtig ist

Es geht nicht nur um ein Strafverfahren gegen einen einzelnen Fahrer. Zum einen wirft es Fragen zur Verantwortung von Teams und zur Sicherheit bei der Beförderung von Sportlern während internationaler Reisen auf. Zum anderen macht der Fall deutlich, wie schnell Reputationsrisiken sowohl den Boxer selbst als auch sein Umfeld treffen können, insbesondere wenn Menschen sterben. Experten für Verkehrssicherheit und Sportmanagement betonen die Notwendigkeit klarer Verfahren und Kontrollen bei der Organisation von Reisen – von den Papieren des Fahrers über die Routenplanung bis hin zur Sicherstellung von Notfallhilfe.

Was als Nächstes zu erwarten ist

Kurzfristig werden die Beweise, die die Staatsanwaltschaft bei der Anhörung am 20. Januar vorlegt, entscheidend sein: der technische Zustand der Fahrzeuge, die Ergebnisse von Gutachten und die Aussagen von Zeugen. Für die Öffentlichkeit und die Medien ist es wichtig, den Ermittlungen und nicht den Emotionen zu folgen: Wird das Gericht die Schuld des Fahrers feststellen, oder treten zusätzliche Umstände zutage, die den Fokus von individueller Verantwortung auf systemische Sicherheitsprobleme verschieben?

Solange die Ermittlungen laufen, bleibt die Frage einfach und schmerzhaft: Wie schützt man Menschenleben, wenn große Shows, internationale Reisen und enge Zeitpläne zusammenkommen? Diese Frage betrifft nicht nur den Sport, sondern jede Gemeinschaft, die sichere Reisen wünscht.

Weltnachrichten