Explosionen in Lwiw: Polizei veröffentlicht Video vom Legen und nimmt Tatverdächtige fest — sie spricht von Anweisungen aus Russland

In der Nacht des 22. Februar wurden in Lwiw zwei selbstgebaute Vorrichtungen ausgelöst. Die Strafverfolgungsbehörden nahmen eine 33‑jährige Frau in weniger als 24 Stunden fest — sie behauptet, auf „Anweisung eines Kurators aus Russland“ gehandelt zu haben. Wir beleuchten, was das für die Sicherheit bedeutet und welche Fragen der Staat nun klären muss.

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Затримана (Фото: Нацполіція)

Kurz

In der Nacht zum 22. Februar gab es in Львові zwei Explosionen, bei denen eine 23‑jährige Polizistin getötet wurde und etwa 25 weitere Personen verletzt wurden – darunter sowohl Einsatzkräfte als auch Zivilisten. Die Polizei veröffentlichte ein Video, das den Vorgang der Vorbereitung und des Versteckens selbstgebauter Sprengvorrichtungen in Mülltonnen zeigt.

Details der Festnahme

Die Ermittler identifizierten die tatverdächtige Person in weniger als einem Tag. An der Operation waren Grenzbeamte des 7. Karpatengrenzregiments beteiligt; die Verdächtige wurde in einem kontrollierten Gebiet nahe Старий Самбір Львівської області festgenommen. Der Präsident meldete unterdessen mehrere weitere Personen, gegen die ermittelt wird.

«Die Verdächtige wurde zehn Stunden nach dem Anschlag festgenommen»

— Олександр Клименко, Innenminister

Was die Beschuldigte sagte

Die Festgenommene ist eine 33‑jährige Einwohnerin der Рівненська область. Sie erklärte, sie habe angeblich einen Auftrag von einem sogenannten „Betreuer aus Russland“ erhalten und die Vorrichtungen selbst hergestellt und an den angegebenen Stellen deponiert. Diese Aussage wird als Teil der Ermittlungsinformationen erfasst – sie muss geprüft und dokumentarisch bestätigt werden.

«Man hat mir gesagt, die Aufgabe auszuführen»

— die Beschuldigte, 33 Jahre, Einwohnerin der Рівненська область

Warum das wichtig ist

Sollte sich auch nur ein Teil der Behauptungen bestätigen, handelt es sich nicht um einen Einzelfall, sondern um ein Element einer hybriden Operation: die Nutzung lokaler Ausführer zur Destabilisierung und zur Verbreitung von Angst in der Gesellschaft. Das verschiebt die Prioritäten der Ermittlungen – der Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung von Steuerungs- und Lieferketten und nicht allein auf lokalen Motiven.

Experten für Terrorismusbekämpfung betonen, dass solche Vorfälle oft operative Verwundbarkeiten (Zugang zu Materialien, Transportwege) mit externem koordinierendem Einfluss verbinden. Deshalb sind nicht nur schnelle Einsätze wichtig, sondern auch internationale Koordination zur Verifizierung der Quellen von Anweisungen.

Nächste Schritte

Für die Ermittlungen ist jetzt entscheidend, die Verbindungen, Motive und Lieferketten der Sprengvorrichtungen dokumentarisch zu bestätigen und die Unterlagen gegebenenfalls zur internationalen Prüfung weiterzuleiten, falls externe Kontakte festgestellt werden. Parallel dazu sollen Sicherheitsverfahren an Orten mit Menschenansammlungen überprüft und die Kontrollen in Grenzregionen verstärkt werden.

Der Vorfall ist eine Erinnerung: Systematische Arbeit der Sicherheitskräfte und Transparenz der Ermittlungen sind genauso wichtig wie operative Festnahmen. Von den Antworten der Untersuchung hängt ab, ob das Ereignis zu einem Akt der Destabilisierung wird oder als Beispiel erfolgreicher Abwehr hybrider Bedrohungen dient.

Kontrollfragen

Werden die Aussagen der Verdächtigen in verwertbare Beweismittel überführt? Wie schnell wird die Untersuchung lokale Ausführer mit möglichen Auftraggebern in Verbindung bringen können? Und werden Partner die Zusammenarbeit bei Aufklärung und Prävention ähnlicher Anschläge verstärken?

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