Stadion "Azteca" eröffnet zum ersten Mal seit 40 Jahren ein Turnier – und dieses Mal tritt Shakira zuhause auf

WM 2026 startet mit einem Remake des Spiels von 2010: Mexiko gegen Südafrika. Doch die größte Frage ist nicht fußballerischer Natur, sondern ob das Format mit 48 Nationalmannschaften seinen ersten Qualitätstest besteht.

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Um 22:00 Uhr Kyjiwer Zeit am 11. Juni beginnt das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Stadion „Estadio Banorte" (auch bekannt als „Azteka") in Mexiko-Stadt. Mexiko trifft auf Südafrika – genau das gleiche Paar, das die WM 2010 in Johannesburg eröffnet hatte. Damals endete das Spiel 1:1. Diesmal sind die Einsätze höher: Eine Niederlage der mexikanischen Nationalmannschaft im eigenen Stadion würde nicht nur eine Niederlage bedeuten, sondern einen Skandal vor heimischem Publikum.

Zeremonie: Shakira zu Hause, Burna Boy und ein Lied für die FIFA

90 Minuten vor dem Anpfiff – um 20:30 Uhr – beginnt die Eröffnungszeremonie auf dem Spielfeld. Shakira, die bereits nach Mexiko-Stadt gereist ist und in sozialen Medien „Llegué a mi casa" („Ich bin zu Hause") schrieb, wird zusammen mit dem nigerianischen Künstler Burna Boy auftreten. Sie werden zum ersten Mal live „Dai Dai" aufführen – das offizielle Lied des Turniers.

„Mehr als 15 Jahre nach ‚Waka Waka' eröffnet Shakira erneut eine Fußball-Weltmeisterschaft – diesmal wird das Lied zur Unterstützung des FIFA-Bildungsfonds und Global Citizen veröffentlicht."

FIFA.com

Dies ist nicht die einzige Zeremonie des Turniers. Am 12. Juni treten Michael Bublé und Alanis Morissette in Toronto auf – zum Auftakt des kanadischen Teils des Turniers. Am selben Abend in Los Angeles werden Katy Perry und Rapper Future auftreten.

Ein Format, das niemand getestet hat

Die WM 2026 ist die erste im Format mit 48 Mannschaften. Die Teams sind in 12 Gruppen zu je vier Teams aufgeteilt. Ins Achtelfinale kommen die beiden Ersten jeder Gruppe plus die acht besten Drittplatzierten. Insgesamt – 104 Spiele statt 64, das Turnier dauert 39 Tage.

  • Ein Finalist spielt jetzt 8 Spiele statt sieben – durch die neue Achtelfinal-Runde.
  • Kritiker weisen darauf hin: Ein Team könnte in allen drei Gruppenspielen unentschieden spielen – und würde trotzdem weiterkommen.
  • Top-Clubs in Europa starten in der nächsten Saison bereits einen Monat nach dem Finale, praktisch ohne Regenerationszeit für die Spieler.

Die FIFA erklärt die Erweiterung offiziell mit „globaler Reichweite" – mehr Plätze für Afrika, Asien, Ozeanien und die CONCACAF. Kritiker entgegnen: 16 zusätzliche Mannschaften mit niedrigerem Ranking werden vorhersehbare Niederlagen in den Gruppenphase bringen, keine spektakulären Spiele.

Die „Azteka" und das Gewicht des Symbols

Das Stadion in Mexiko-Stadt mit einer Kapazität von etwa 87.500 Zuschauern – das größte in Lateinamerika – wird zum einzigen Stadion der Geschichte, das die Eröffnung zweier verschiedener Weltmeisterschaften ausrichtet: 1986 und 2026. Die FIFA bittet die Fans, frühzeitig zu kommen: Das Stadionpublikum wird eine aktive Rolle in der Zeremonie selbst spielen.

Sollte das erweiterte Format den Fußball wirklich „demokratisieren" – das wird sich bereits in den Gruppenspielen zeigen. Sollte die Anzahl der torlosen Unentschieden zwischen Außenseiter-Teams hingegen steigen, erhält die FIFA ein statistisches Argument gegen ihre eigene Reform bereits vor den Viertelfinals.

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