Samsung leiht sich das Wort „Ultra": Fold 8 Ultra wird weder S Pen noch Privacy Display haben

Samsung benennt das breitere Fold-8-Modell in einfach Fold 8 um, während der Nachfolger des Fold 7 zum Fold 8 Ultra wird – allerdings ohne Schlüsselmerkmale der Ultra-Linie. Der Name wird somit zur Marketingkategorie und nicht zur technischen Klassifizierung.

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Galaxy Z Fold 7 (Фото: Samsung)

Samsung bereitet sich auf eine wesentliche Umstrukturierung seiner Faltsmartphone-Linie vor – und das Interessanteste dabei ist nicht die neuen Geräte, sondern die Namen, die jedes von ihnen erhalten wird.

Umkehrung der Logik: das «Basis»-Modell ist eine neue Form

Laut SamMobile plant Samsung, die beiden nächsten faltbaren Flaggschiffe Galaxy Z Fold 8 und Galaxy Z Fold 8 Ultra zu nennen. Die Logik der Namensvergabe ist jedoch der Erwartung entgegengesetzt: Galaxy Z Fold 8 Ultra wird der direkte Nachfolger des Galaxy Z Fold 7, während der Name Fold 8 an das neue breitere Modell geht – das Modell, das in früheren Leaks als Galaxy Z Fold 8 Wide bekannt war.

Das breitere Modell wird als Samsungs Antwort auf das erwartete faltbare iPhone von Apple positioniert. Zu den Spezifikationen des Fold 8 gehören ein Seitenverhältnis von 4:3, zwei 50-MP-Kameras (Weitwinkel und Ultraweitwinkel), ein Akku mit 4.800 mAh und ein Gewicht von etwa 200 Gramm. Um das breitere Gehäuse unterzubringen, verliert das Gerät eine der rückseitigen Kameras – ein Ansatz, ähnlich der Lösung beim Galaxy S25 Edge.

«Ultra» ohne Ultra-Attribute

Hier entsteht ein Widerspruch, den die Branche bereits bemerkt hat. Der bekannte Insider Ice Universe wies darauf hin, dass das zukünftige Premium-Faltsmartphone keinen eingebauten S Pen Stylus und keine Privacy Display-Funktion haben wird, die für die Ultra-Serie in Samsungs regulären Flaggschiffen charakteristisch sind.

«Samsung riskiert, die Auswirkungen der Ultra-Marke zu verwässern, besonders wenn das Fold 8 Ultra keine Spezifikationen bietet, die das Vorgängermodell wesentlich übertreffen»

— Wccftech

Privacy Display – eine Besonderheit des Galaxy S26 Ultra – ist technisch schwierig in das ultradünne Glas eines Faltdisplays zu integrieren, was ihre Abwesenheit teilweise erklärt. Aber auf den S Pen zu verzichten ist eine andere Entscheidung: Samsung hat den Stylus bereits aus dem Fold 7 entfernt und sich dabei auf das ultradünne Gehäuse berufen.

Was das Fold 8 Ultra hingegen erhalten wird

  • Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor – derselbe wie im Galaxy S26 Ultra
  • Akku mit 5.000 mAh – gegenüber 4.400 mAh beim Fold 7
  • Gewicht von etwa 210 g und Dicke von 4,1 mm im aufgeklappten Zustand – etwas leichter und dünner als das Fold 7
  • Hauptkamera 200 MP und 10 MP Frontkamera – keine Veränderungen gegenüber dem Vorgänger

Unpacked – bereits im Sommer, aber nicht dort, wo man es gewohnt ist

Nach Angaben aus Südkorea könnte die Unpacked-Präsentation am 22. Juli stattfinden – mit einer kleinen Verzögerung gegenüber dem Zeitplan des Vorjahres. Bemerkenswert ist, dass Samsung das Event dieses Mal wahrscheinlich in London durchführt, anstatt wie zuvor in Korea oder den USA.

Wenn Samsung plant, etwa 3,5 Millionen Einheiten des Galaxy Z Fold 8 zu verkaufen – des breiteren Modells – dann ist die Wette auf den neuen Formfaktor offensichtlich. Die Frage ist jedoch eine andere: Wird ein Käufer, der es gewohnt ist, «Ultra» als maximale Spezifikation zu verstehen, bereit sein, einen Premiumpreis für ein Gerät zu zahlen, bei dem dieses Wort nur «Fortsetzung der Linie» bedeutet? Die Antwort wird klar, wenn Samsung die Preise ankündigt – und genau diese werden zeigen, wie sehr das Unternehmen selbst an diesen Rebranding glaubt.

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