300 beschädigte Objekte, „Oreshnik" und drei Tage Einsatz: Was der Anschlag vom 24. Mai in Kiew hinterließ

Russland hat einen der größten Anschläge auf die Hauptstadt seit Beginn des Vollkriegs verübt — 690 Angriffswaffen, darunter die Ballistische Rakete "Oreschnik". Zwei Tote, 87 Verletzte und 300 zerstörte und beschädigte Objekte allein in Kiew.

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In der Nacht zum 24. Mai setzte Russland 690 Luftangriffsmittel ein — 90 Raketen und 600 Drohnen verschiedener Typen. Der Hauptschlag traf Kiew: Etwa 300 Objekte wurden beschädigt, die meisten davon Wohnhäuser. Nach Aussage von Präsident Wolodymyr Selenskyj wurden 87 Menschen verletzt, 21 davon wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Was und wohin traf

Nach Angaben der Luftstreitkräfte neutralisierte die Flugabwehr 604 Ziele: 549 Drohnen, 44 Marineflugkörper vom Typ Ch-101/„Iskander-K"/„Kalibr" und 11 Ballistische Raketen. Nach vorläufigen Angaben erreichten weitere 19 Raketen ihre Ziele nicht. Gleichzeitig wurden 16 Raketentreffer und 51 Treffer von Angriffsdrohnen an 54 Orten im ganzen Land registriert.

Die Luftstreitkräfte bestätigten separat den Einsatz des „Oreshnik" — einer ballistischen Mittelstreckenrakete. Dies ist bereits die dritte Verwendung dieser Waffe gegen die Ukraine: Der erste Schlag galt dem „Yuzhmasch" in Dnipro im November 2024, der zweite — gegen ein Objekt der kritischen Infrastruktur in der Region Lwiw im Januar 2026. Die Rakete erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 13.000 km/h und zerfällt in sechs selbstlenkende Sprengköpfe. Die ukrainische Flugabwehr verfügt derzeit über keine Mittel, um sie abzufangen.

In den Bezirken Schewtschenko und Podil von Kiew laufen die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen der gestrigen Anschläge. Fast 100 Mitarbeiter des Ministeriums für Notfallsituationen sind an den Arbeiten beteiligt. Insgesamt wurden in Kiew etwa 300 Objekte beschädigt. Die meisten davon sind Wohnhäuser — im Laufe des Tages gingen Meldungen über unterschiedliche Schadensgrade in fast 150 Privat- und Mehrfamilienhäusern ein.

Präsident Selenskyj, Telegram

Wo es die größten Zerstörungen gab

Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko wurden Beschädigungen in jedem Bezirk Kiews registriert. Im Bezirk Schewtschenko verursachte ein direkter Treffer in ein fünfstöckiges Wohnhaus einen Brand und teilweise Zerstörungen — eine Person wurde getötet, drei weitere verletzt. Im Bezirk Obolon brannte ein Geschäftszentrum nach einem Raketentreffer. Insgesamt gingen an die Rettungsdienste der Hauptstadt über 40 Notrufe ein.

Die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen laufen in sechs Regionen. Außer Kiew wurden Treffer in der Region Zhytomyr, in den Regionen Chmelnyzkyj, Tscherkassy und anderen Regionen registriert.

Der Umfang im Kontext

Wie Forbes Ukraine unter Berufung auf die Luftstreitkräfte berichtet, war der Anschlag vom 24. Mai einer der größten während des gesamten Vollkrieges. Zum Vergleich: Nach Angaben der Vereinten Nationen ist die Zahl der zivilen Todesopfer durch Fernwaffen 2025 um 26% gestiegen, und die Zahl der Verwundeten um 75% im Vergleich zum Vorjahr.

Von den 150 beschädigten Gebäuden erlitten einige kritische Schäden. Die Schadensschätzung ist noch nicht abgeschlossen — die Stadtverwaltung verspricht einen vollständigen Bericht nach Abschluss der Not- und Rettungsarbeiten.

Selenskyj betonte, dass die Stärkung der Flugabwehr absoluter Vorrang bleibt. Aber wenn der „Oreshnik" zusammen mit massiven Drohnenwellen weiterhin eingesetzt wird — kann die vorhandene Flugabwehrarchitektur einen nächsten Anschlag dieses Ausmaßes ohne deutlich höhere Opfer unter der Zivilbevölkerung bewältigen?

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