Drohne trifft Altarbereich – Regierung öffnet nun Reservefonds zur Rettung des Daches

Nach dem nächtlichen Anschlag auf die Himmelfahrtskathedrale der Kiewer Höhlenkloster bestieg Swyrydenko das verkohlte Dach und kündigte eine sofortige Finanzierung aus dem Reservefonds an. Doch zwischen „Mittel bereitstellen" und „wiederherstellen" liegt ein Unterschied von Jahren an Restaurierungsarbeiten.

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In der Nacht zum 15. Juni griff Russland die Himmelfahrtskathedrale des Kiewer Höhlenklosters an – eines von drei Objekten mit UNESCO-Status. Eine Shahed-Drohne traf die Altarnische. Der obere Teil der Kathedrale stand in Flammen, und obwohl es den Feuerwehrleuten gelang, das Feuer zu lokalisieren, warnte der Direktor des Reservats vor dem Risiko eines Einsturzes.

Was beschädigt wurde

Nach Aussagen des Reservatsdirektors traf der Schlag direkt die Stefans-Kapelle. Im Inneren wurden die Ikonostase schwer beschädigt, Wandmalereien und Fresken erlitten Schäden. Rettungskräfte schafften es, religiöse Reliquien und Museumsobjekte aus der Kathedrale zu evakuieren, bevor das Feuer sich weiter ausbreitete.

Es gibt Geld – aber für Erhaltung, nicht für Restaurierung

Premierministerin Julia Swiridenko besuchte selbst das beschädigte Dach und kündigte noch am selben Tag die Regierungsentscheidung an.

«Schon heute wird eine Entscheidung über die sofortige Freigabe von Mitteln aus dem Reservefonds zur Konservierung des beschädigten Daches und seiner weiteren Wiederherstellung getroffen».

— Julia Swiridenko, Premierministerin der Ukraine

Ein wichtiges Detail in der Formulierung: Die erste Phase ist Konservierung, also die Einstellung weiterer Zerstörung. Eine vollständige Restaurierung ist ein separates, wesentlich längeres und teureres Verfahren. Swiridenko beauftragte auch Kulturministerin Tetjana Bereshna, die Ukrainische Stiftung für Kulturerbe und private Mäzene einzubeziehen.

Internationale Dimension

Außenminister Andrij Sybiga erklärte, dass die Ukraine alle Verfahren im Rahmen der UNESCO und internationale Mechanismen zur Verfolgung der Verantwortung in Gang setzt. Das Kloster hat dreifachen internationalen Schutz: seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO, seit 2023 bedrohtes Kulturgut, sowie in die Internationale Liste von Kulturgütern unter verstärktem Schutz aufgenommen.

  • Ein Anschlag auf ein bedrohtes UNESCO-Objekt ist eine separate Rechtskategorie, die breitere Mechanismen internationalen Drucks eröffnet
  • Beschädigungen an der Ikonostase und den Fresken erfordern keine Bauarbeiter, sondern Restauratoren – ein mangelhafter Beruf selbst in Friedenszeiten
  • Der Reservefonds deckt dringende Arbeiten; die Langzeitfinanzierung ist noch nicht öffentlich festgelegt

Während Russland zynisch den Anschlag auf die USA schob, hängt die eigentliche Chronologie der Wiederherstellung von einer konkreten Frage ab: Wird es der Ukraine gelingen, bis zum Winter das Dach so zu verschließen, dass die Fresken die nächste Regensaison überstehen – denn wenn nicht, wird die Konservierung zu einem teilweisen Verlust.

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