RF schlug mit reaktiven "Shahed" auf Zug in Odessa-Region: Lokomotivführer und Assistent getötet

Eine russische Drohne hat eine Lokomotive eines Personenzugs in der Region Odessa getroffen und tötete den Lokomotivführer und seinen Gehilfen. 340 Passagiere und die Zugbesatzung wurden evakuiert, es gab keine Verletzten unter ihnen.

50
Teilen:

Ein gezielter Anschlag eines reaktiven Drohnen-Kamikaze auf die Lokomotive eines Personenzugs in der Region Odessa forderte das Leben des Lokomotivführers und seines Gehilfen. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende der Aktiengesellschaft „Ukrzaliznytsia" Oleksandr Pertsowskyi mit.

Ein gezielter Anschlag eines reaktiven Shaheds auf die Lokomotive eines Personenzuges in der Region Odessa. Leider muss ich aus erster Hand über das Schlimmste berichten: Nach verfügbaren Informationen ließ dieser Anschlag unserer Lokomotivmannschaft – dem Lokomotivführer und dem Gehilfen – keine Chancen.

Chronologie des Anschlags

Nach Angaben von Pertsowskyi hatte das Überwachungsteam die Drohnenbedrohung erkannt und den Befehl zur Bremsung gegeben – der Zug fuhr in den Bahnhof ein, um Passagiere sicher zu evakuieren. „Der jähe Ausweichmanöver des reaktiven Shaheds – das sind nur wenige Minuten, und der Lokomotivmannschaft fehlte die Zeit für einen vollständigen Halt und die eigene Evakuierung", sagte der Leiter von Ukrzaliznytsia.

340 Passagiere und die Zugbesatzung wurden in Sicherheit evakuiert, unter ihnen gibt es keine Verletzten. Die Beförderung nach Odessa wurde mit Bussen organisiert.

Verletzte außerhalb des Zuges

Nach Angaben des Leiters der Odessaer Regionalverwaltung Oleg Kieper wurde ein 18-jähriges Mädchen durch den Anschlag eines reaktiven Drohnen-Kamikaze verletzt. Die Verletzte wurde in schwerem Zustand ins Krankenhaus gebracht, wo Ärzte notwendige Hilfe leisten.

Pertsowskyi bezeichnete den Anschlag als „schrecklichen alltäglichen Terror und gezielten Anschlag auf Zivilisten" und betonte, dass die Lokomotivmannschaft starb, während sie den Zug stoppte, um Passagiere zu retten.

Was bedeutet dies für die Eisenbahn

Anschläge mit reaktiven Drohnen auf die Eisenbahninfrastruktur erschweren die Arbeit der Überwachungsteams von Ukrzaliznytsia: Die Zeit für Manöver und Bremsungen verkürzt sich auf wenige Minuten, was das Risiko für Lokomotivmannschaften auch bei rechtzeitiger Bedrohungserkennung erhöht. Ob dieser Fall zu einer Überprüfung der Evakuierungsprotokolle für Besatzungen während Angriffen führt, ist eine Frage, die Ukrzaliznytsia in der nächsten Zeit lösen muss.

Weltnachrichten