Honig im Kunststoffeimer vom Markt: Warum er schneller sauer wird, als Sie denken

Ein Imker-Techniker erklärte, dass der Hauptfeind von Honig nicht die Zeit ist, sondern Feuchtigkeit: Selbst ein nicht richtig verschlossener Deckel oder ein alter Behälter können Gärungsprozesse auslösen.

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Honig gilt als Produkt, das "niemals verdirbt" — damit verbindet man ewige Lagerung ohne Kühlschrank und Verfallsdaten. Das ist nur die halbe Wahrheit, und genau jene Hälfte, die Menschen buchstäblich verstehen, kostet sie im Winter verdorbene Gläser. Der Imkertechniker Mykola Maliarchuk erklärte in einem Kommentar zu UNN, warum Honig doch gären kann und was man dagegen tun sollte, noch bevor das Glas in der Küche landet.

Der Behälter entscheidet mehr, als es scheint

Der häufigste Fehler besteht darin, Honig in Plastikbehältern, Aluminiumkübeln oder in alten, nicht gründlich ausgewaschenen Honiggläsern zu lagern. Nach Aussage von Maliarchuk führt jede Feuchtigkeit, die auch durch einen nicht fest verschlossenen Deckel in den Behälter gelangt, allmählich zu einer Veränderung der obersten Schicht des Produkts: Sie wird locker und weich, während der darunter liegende Honig normal bleibt. Also "Honig verdirbt nicht" — das ist ein Mythos, der nur bei idealer Dichtheit funktioniert.

Ich würde nicht empfehlen, Honig über längere Zeit in Plastikbehältern oder Kübeln zu lagern. Aluminiumgefäße sind ebenfalls keine beste Option. Am besten ist für längerfristige Lagerung ein Glasgefäß mit hermitisch verschlossenem Deckel geeignet

Die praktische Schlussfolgerung ist einfach: Glas, ein trockenes und sauberes Glas, ein dichter Deckel. Falls sich altes Honig im Gefäß befand, muss es vollständig entfernt werden, anstatt frischen Honig obendrauf zu gießen, denn das führt fast sicher zu Gärung.

Gefrierschrank statt Keller

Ein überraschender Tipp für diejenigen, die flüssigen Honig lieben: Wenn Sie die Konsistenz eines frischen Produkts über Monate statt Wochen bewahren möchten, stellen Sie das Glas in den Gefrierschrank, bevor der Honig zu kristallisieren beginnt. Nach Aussage des Experten kann er auf diese Weise ein oder sogar zwei Jahre lang flüssig bleiben. Das widerspricht der üblichen Intuition "Honig fürchtet Kälte" — tatsächlich fürchtet er Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen, nicht niedrige Temperaturen als solche.

Frischen flüssigen Honig kann man in den Gefrierschrank stellen. In diesem Fall kann er über längere Zeit flüssig bleiben. Wichtig ist, dies zu tun, bevor er zu kristallisieren beginnt

Wie man das Problem erkennt, bevor man das Glas öffnet

Ein Zeichen von Verderben ist die Veränderung gerade der obersten Schicht und nicht der gesamten Masse auf einmal. Bei festem Honig wird die Oberseite weich, bei flüssigem — im Gegenteil, das Produkt verliert an Viskosität und wird wässrig. Der Grund liegt oft schon in der Schleuderphase: Wenn Honig unreif ist, das heißt tatsächlich Nektar mit hohem Wassergehalt, den die Bienen nicht geschafft haben, in den Waben zu "versiegeln", gärt er schneller, unabhängig davon, wie gut Sie ihn zu Hause lagern.

  • Glasgefäß trocken und hermitisch verschlossen — minimales Risiko
  • Kühler Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung — besser als nur ein "dunkler Schrank"
  • Durchseihen durch ein Sieb — für Ihren eigenen und gekauften Honig
  • Gefrieren — eine Option für diejenigen, die flüssige Konsistenz über alles schätzen

Eine Frage, die Sie sich vor dem Kauf von Honig auf dem Markt stellen sollten: Wissen Sie, wann er geschleudert wurde und hat der Imker ihn in den Waben reifen lassen? Denn kein perfektes Glas zu Hause wird ein Produkt retten, das bereits unreif war, bevor es ins Regal kam.

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