Russische Truppen zerstörten am 7. September faktisch das Handels- und Unterhaltungszentrum CITY MALL in Zaporizhzhia. Dies teilte die Pressestelle des Entwicklungsunternehmens Arricano mit.
Es gab keine Opfer durch den Anschlag – das Zentrum war seit Anfang des Monats geschlossen.
„Der Verlust von CITY MALL ist ein schwerer Schlag für unser Team, unsere Mieter und Hunderte von Menschen, die hier arbeiteten. Wir werden weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um CITY MALL wiederherzustellen und die Bürger mit notwendigen Waren und Dienstleistungen zu versorgen", heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.
Die ukrainische Notfallagentur DSNS meldete am 7. September einen Brand in einem der Handelszentren von Zaporizhzhia infolge eines russischen Anschlags.
Was über das Objekt bekannt ist
CITY MALL befindet sich in der Nähe des Zentrums von Zaporizhzhia, die Verkaufsfläche des Komplexes beträgt über 23.400 Quadratmeter. Der Betrieb wurde seit Anfang September aus Sicherheitsgründen eingestellt, nachdem das nahe gelegene Handelszentrum „Epicenter" vollständig zerstört worden war.
Systematisches Ziel
Der Anschlag auf CITY MALL reiht sich in eine Serie von Angriffen der letzten Wochen auf die Handelsinfrastruktur ukrainischer Städte ein:
- Am 21. August griffen Drohnen das Handelszentrum „Solnechna Galereya" in Kryvyi Rih an – das größte in der Stadt. 16 Menschen wurden getötet, darunter Kinder, etwa 130 wurden verletzt, neun werden noch immer als vermisst erklärt.
- Am 22. August nachts zerstörten die Besatzer mit Drohnen eines der Handelszentren in Cherson.
- Am 25. August wurde das Handelszentrum „Caravan" in einem Vorort von Dnipro beschädigt – der Komplex nahm seinen Betrieb erst drei Tage später teilweise wieder auf.
Schätzungen zufolge waren Ende Juli seit Beginn des vollumfänglichen Krieges 38 ukrainische Handelszentren beschädigt oder zerstört worden, mit einer Gesamtfläche von 1,4 Millionen Quadratmetern. Einige Objekte wie das Blockbuster Mall in der Hauptstadt oder das Handelszentrum „Kvadrat" wurden mehrmals angegriffen.
Die Frage stellt sich nicht, ob solche Anschläge in anderen Städten wiederholt werden – sondern wie viel Handelsinfrastruktur das Land parallel zu den Verlusten an der Front noch aufbauen kann.