Reserven der Nationalbank der Ukraine schmelzen: Wie viele Monate der "autonomen Navigation" bleiben der Ukraine noch

Die Reserven sind auf 48,7 Milliarden Dollar gefallen, und die Rechnung ist einfach: Die Nationalbank verkauft monatlich fast 5 Milliarden Dollar zur Stützung der Hrywnja, doch die externe Hilfe deckt dieses Tempo bereits nicht mehr.

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Die Hauptzahl für August ist nicht die 48,66 Mrd. Dollar in Reserven, sondern die 4,85 Mrd. Dollar, die die Nationalbank im Laufe des Monats auf dem Devisenmarkt verkauft hat. Dies ist fast die gesamte Summe, um die sich die Reserven verringert haben. Die NBU gibt praktisch Dollar aus, um zu verhindern, dass der Hrywnja-Kurs schneller steigt, als der Regulator es wünscht.

Einfache Arithmetik für den durchschnittlichen Ukrainer

Wenn man die Operationen der NBU in alltägliche Logik übersetzt: Der Staat "zahlt" dem Markt monatlich etwa 5 Mrd. Dollar hinzu, damit Importwaren, Medikamente oder Komponenten nicht plötzlich durch einen Kurssprung teurer werden. Dies ist keine abstrakte Bilanzziffer – dies ist der Grund, warum der Dollar bei Wechselstuben nicht gerade 55 oder 60 beträgt.

Die praktische Frage lautet: Wie viele weitere Monate kann die NBU monatlich 4–5 Mrd. Dollar verkaufen, wenn die ausländischen Einnahmen sinken?

Warum die Hilfe nicht mit den Ausgaben Schritt hält

Im August flossen auf die Konten der Regierung 927,3 Millionen Dollar – fast fünfmal weniger, als die NBU auf dem Markt verkauft hat. Den Löwenanteil (894 Millionen Dollar) stellte die Weltbank bereit, während andere Kreditgeber nur 33,3 Millionen Dollar gaben. Zum Vergleich: Im Sommer deckten externe Tranchen die NBU-Interventionen häufiger ab, jetzt hat sich die Balance zu Lasten der Reserven verschoben.

Ein separater positiver Faktor ist die Umwandlung von 1,63 Mrd. Dollar aus der EU-Verteidigungstranche im Rahmen des Programms Ukraine Support Loan. Dieses Geld lag zweckgebunden „auf Depot" und wurde nicht in den Reserven berücksichtigt, bis die Regierung einen Teil in Hrywnja umgetauscht hatte. Technisch gesehen ist dies eine Aufstockung, aber tatsächlich – Geld, das bereits im System war und seinen Status änderte.

Der Schuldendruck verschwindet nicht

Parallel dazu setzt die Ukraine ihre Schuldentilgung fort: 721,8 Millionen Dollar flossen in Zahlungen für externe Verpflichtungen (Weltbank, Eurobonds, OVDP), weitere 285,2 Millionen Dollar – eine IWF-Zahlung. Diese Beträge sind im Zeitplan festgelegt und hängen nicht davon ab, wie viel neue Hilfe dieser Monat bringt.

Die Nationalbank betont, dass der aktuelle Reservenstand „ausreichend zur Erhaltung der Stabilität des Devisenmarktes" ist – eine Formulierung, die Spielraum lässt, aber keine langfristigen Garantien bietet.

Worauf man danach achten sollte

Der Schlüsselindicator ist nicht die Reservenzahl selbst, sondern das Verhältnis zwischen zwei Strömen: wie viel die NBU für Interventionen verkauft, gegenüber dem, was von Geldgebern kommt. Solange das erste das zweite ständig übersteigt, werden sich die Reserven monatlich verringern, und es geht nur um das Tempo. Sollten die Zuflüsse von Partnern im September-Oktober nicht beschleunigen, muss die NBU entweder das Interventionsvolumen reduzieren – und das bedeutet Druck auf den Kurs – oder weiterhin ihre Rücklagen „aufzehren", die im letzten Monat bereits 5% verloren haben.

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