Haushalts-PV-Anlagen: "Grüner" Tarif gilt jetzt nicht mehr 24 Stunden, sondern nach Plan

Die NKREКP hat erstmals zeitliche Grenzen für den "grünen" Tarif für häusliche Solaranlagen festgelegt — Panelbesitzer sollten überprüfen, ob ihre Stromerzeugung in die "günstigen" Stunden fällt.

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СЕС на даху в Києві (Фото: Київська міська державна адміністрація)

Wenn auf Ihrem Dach eine Solaranlage installiert ist und Sie gewöhnt sind, für jede Kilowattstunde, die Sie ins Netz einspeisen, Geld zum "grünen" Tarif zu erhalten, ist jetzt ein wichtiger Punkt hinzugekommen. Die NKREKP hat mit ihrer Entscheidung Nr. 1360 vom 11. August erstmals Zeitfenster eingeführt, außerhalb derer die Stromerzeugung aus Hausdach-Solaranlagen zum vergünstigten Tarif nicht bezahlt wird.

Was sich in der Praxis ändert

Der "grüne" Tarif gilt nun:

  • von 04:00 bis 23:00 Uhr — vom 1. April bis 31. Oktober;
  • von 06:00 bis 21:00 Uhr — vom 1. November bis 31. März.

Alles, was außerhalb dieser Grenzen erzeugt wird, wird vom Stromversorger nicht zum festgelegten "grünen" Tarif gekauft, sondern zum Stundenpreis des Marktes "am nächsten Tag" — also zum Marktpreis, der höher oder niedriger sein kann.

Warum dies fast keine negativen Auswirkungen auf den Geldbeutel der Panelenbesitzer haben wird

Für eine typische Hausdach-Solaranlage ist die nächtliche Stromerzeugung praktisch null: Paneele produzieren in der Dunkelheit keinen Strom. Daher wirken die Beschränkungen für die Stunden 23:00–04:00 Uhr im Sommer oder 21:00–06:00 Uhr im Winter eher wie eine Formalität als wie ein echter Schlag für die Haushaltseinnahmen.

Viel wichtiger ist etwas anderes: Die neuen Zeitrahmen fallen zusammen mit dem Zeitraum, in dem die Solarstromerzeugung im landesweiten Maßstab die größte Belastung für das Stromnetz verursacht.

Das Problem des Überschusses, nicht des Mangels

Im April berichtete der Vorstandsvorsitzende von Ukrenergo, Vitaly Zaychenko, dass der Übertragungsnetzbetreiber an einzelnen Tagen gezwungen ist, die Solarstromerzeugung um bis zu 2000 MW zu drosseln — genau wegen ihres Überschusses während der Sonnenstunden. Hausdach-Solaranlagen haben trotz ihres geringen individuellen Beitrags zusammengenommen zu diesem Überproduktionsproblem beigetragen.

Die neue Entscheidung des Regulators ist somit ein Versuch, die Anreize für Panelenbesitzer mit den realen Bedürfnissen des Energiesystems abzustimmen, anstatt einfach die Zahlungen zu kürzen.

Eine weitere Klarstellung in der gleichen Entscheidung

Die NKREKP hat auch festgelegt, dass der stundenweise Stromvolumen für die Berechnung die vertraglich vereinbarte installierte Leistung der Erzeugungsanlage nicht überschreiten darf — dies schließt die Möglichkeit aus, die Volumen zu überzeichnen, auf die der vergünstigte Tarif angewendet wird.

Kontext: Ein Streit, den die Ukraine kürzlich gewonnen hat

Das Thema "grüner" Tarif für erneuerbare Energien hat eine lange und konfliktreiche Geschichte. Im Juni 2020 unterzeichnete das Kabinett ein Memorandum mit Investoren in erneuerbare Energiequellen, das Grundlage des Gesetzes Nr. 810-IX wurde: Der Tarif für Solaranlagen wurde um 15% gesenkt, für Windkraftanlagen um 7,5%, während die Regierung dafür 100% der Tarifzahlungen und die Tilgung von Schulden bis Ende 2021 versprach.

Das Unternehmen Modus Energy war der erste Investor, der diese Entscheidung in einem internationalen Schiedsverfahren anfechtete. Anfang 2026 gewann die Ukraine diesen Fall.

Eine offene Frage bleibt: Wird die zeitliche Beschränkung der erste Schritt zu vollständigen Stundentarifen für die gesamte "grüne" Stromerzeugung, einschließlich industrieller Anlagen, sein, wenn die Netzbelastung im Sommer weiter zunimmt?

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